70 Jahre Wannseekonferenz – Einladung zur Gedenkveranstaltung

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Ein­la­dung zur Gedenk­ver­an­stal­tung: 70 Jah­re Wann­see­kon­fe­renz. Lesung aus dem Pro­to­koll und den Ori­gi­nal­do­ku­men­ten der Wann­see­kon­fe­renz vom 20. Jän­ner 1942.


Gehei­me Reichssache!
„… im Zuge die­ser End­lö­sung der euro­päi­schen Juden­fra­ge kom­men rund 11 Mil­lio­nen Juden in Betracht …“
Das Pro­to­koll der Wann­see­kon­fe­renz vom 20. Jän­ner 1942


ORT & TERMIN
20. Jän­ner 2012
Neu­es Insti­tuts­ge­bäu­de der Uni­ver­si­tät Wien, Hör­saal III

Der Ein­tritt ist frei



Am 20. Jän­ner 1942 tra­fen sich 15 hoch­ran­gi­ge Ver­tre­ter des NS-Regimes in einer Vil­la am Wann­see bei Ber­lin, um den indus­tri­el­len Mas­sen­mord an JüdIn­nen zu orga­ni­sie­ren und die Zusam­men­ar­beit aller Dienst­stel­len bei der Durch­füh­rung der Sho­ah sicher­zu­stel­len. Das Tref­fen fand in einer „Arbeits­at­mo­sphä­re“ statt: Mora­li­sche Fra­gen muss­ten nicht dis­ku­tiert wer­den. Gesprächs­ge­gen­stand bil­de­ten nur tech­ni­sche, insti­tu­tio­nel­le und admi­nis­tra­ti­ve Fragen.

Die tech­ni­sche und admi­nis­tra­ti­ve Arbeit der 15 Her­ren konn­te auf zahl­rei­chen Vor­läu­fern aufbauen:

  • auf den Nürn­ber­ger Gesetzen,
  • den Geset­zen zur Wie­der­her­stel­lung des deut­schen Berufsbeamtentums,
  • auf anti­se­mi­ti­schen Dem­ago­gen in Poli­tik, Kul­tur Wis­sen­schaft und Wirtschaft
  • … und auf dem Anti­se­mi­tis­mus der deutsch­na­tio­na­len Bur­schen­schaf­ten, die bereits 1896 in ihren Waid­ho­fe­ner Beschlüs­sen erklärt hat­ten, dass „jeder Sohn einer jüdi­schen Mut­ter, jeder Mensch, in des­sen Adern jüdi­sches Blut rollt, … von Geburt aus ehr­los, jeder fei­ne­ren Regung bar“ sei.

Jener ‚deutsch­na­tio­na­len‘ Bur­schen­schaf­ten, übri­gens, die am 27. Jän­ner 2012, am Inter­na­tio­na­len Tag des Geden­kens an die Opfer der Shoa, in der Wie­ner Hof­burg mit füh­ren­den Rechts­extre­mis­tIn­nen aus ganz Euro­pa einen Ball feiern …

Aus dem Pro­to­koll und Ori­gi­nal­do­ku­men­ten lesen:

  • Andrea Eckert
  • Micha­el Maertens
  • Erwin Stein­hau­er