HC Strache auf Facebook: Die Hetze geht weiter!

In Steyr (OÖ) wird ein Mäd­chen von Jugendlichen schw­er ver­prügelt und ver­let­zt. Die „Kro­ne“ berichtet darüber und nen­nt die Nation­al­ität der beteiligten Jugendlichen. HC Stra­che übern­immt den Bericht am 13. 10., stellt ihn auf sein Face­book-Kon­to und schreibt nur dazu „Zur Info“.

Zur Info worüber? Natür­lich weiß Stra­che, was er damit aus­löst und die Reak­tion sein­er inbrün­sti­gen Fans gibt ihm Recht. „Weg mitn Dreck“, „Kak­er­lak­en“, „asoziales Pack“, „Schmarotzer­gesin­del“ sind die schon fast alltäglichen Beschimpfungen. 

Ver­ant­wortlich für die schlimme Kör­per­ver­let­zung an der 12-Jähri­gen in Steyr sind der „Häu­pl und die Griechin“, die „rot­grüne Regierung“ oder auch Staatssekretär Kurz, der als der „kleine Bet­tnäss­er“ adressiert wird.

Beina­he tausend Post­ings sind unter dem aufreizend knap­pen Hin­weis von Stra­che („Zur Info“) erschienen. Einige Post­ings wur­den offen­sichtlich gelöscht.“Aynur“ hat einige der Hass-Poster attack­iert und sich dafür Kom­mentare wie „Aynur, ab nach Hause“ und „Lieber Hitler als du“ einge­han­delt. Das Hitler-Post­ing wurde auch gelöscht, bleiben durfte: “Aynur..hast was im Kopf auch? Oder sieht mann bei dir die Scheisse im Kopf arbeit­en?“.

Bleiben durften auch Post­ings, in denen die Kas­tra­tion und Abschiebung gefordert wird. Die Grund­stim­mung zu dem „Info“-Posting von Stra­che ist klar: raus, raus mit allen, mit den „Zige­unern“, den „Zeu­gen Jeho­vas“ (!) usw., „lauter Tschuschn“ und „son­stiges Gsindl“, „die da rumschleichen“.

Natür­lich darf auch die anonyme Hass-Mail nicht fehlen, in der eine „entset­zte“ Jun­glehrerin darüber berichtet, dass an Linz­er Schulen ange­blich das „Grüß Gott“ ver­boten wurde.

HC Stra­che schweigt dazu. Allerd­ings postet er an ander­er Stelle mit: “Was muss noch alles passieren, dass man auf uns hört und mit uns gemein­sam diese irren und ver­rück­ten Entwick­lun­gen entschlossen abstellt?“

Welche irren und ver­rück­ten Entwick­lun­gen meint er? Offen­sichtlich nicht den Poster, der da fordert: „Des Gfrast ghert von klein auf aus­gelöscht!“ Auch nicht jenen, der die Leute Rich­tung Asien prügeln will. Die Stim­mung unter den Postern ist der­maßen aufge­heizt und – gehet­zt, dass eine der ärg­sten Het­zerin­nen ein­er anderen eine „Prüge­lat­tacke“ wünscht.

HC schweigt auch dazu. Dafür ver­sichert er in einem Post­ing, dass es hier nicht um Het­ze und um Herkun­ft gehe, son­dern dass solche abscheulichen Straftat­en aus ras­sis­tis­chen Grün­den nicht erwün­scht seien. Woher will Stra­che wis­sen, dass die Jugendlichen das Mäd­chen aus „ras­sis­tis­chen Grün­den“ ver­prügelt haben? Sein Post­ing ste­ht unmit­tel­bar neben einem, in dem die „Sip­pen­haf­tung“ gefordert wird! 

Noch immer gibt es Poster, die sich der Has­s­welle auf HC Stra­ches Kon­to ent­ge­gen­zustem­men ver­suchen. Einzelne geben sich sog­ar als Frei­heitliche zu erken­nen, fordern einen nor­malen Gespräch­ston ein. Von HC wer­den sie nicht unter­stützt. Wen wundert’s?