Freiheitliche und Nazis: eine unendliche Fortsetzungsgeschichte!

Wir wür­den ja gerne zur Abwech­slung ein­mal etwas Pos­i­tives über die FPÖ, den RFJ oder eine andere frei­heitliche Organ­i­sa­tion schreiben: „Derzeit abso­lut naz­ifrei!“ beispiel­sweise. Das wär‘ doch was! Aber jet­zt ist schon wieder was passiert: Der RFJ-Funk­tionär und FPÖ-Gemein­der­at von Pet­ten­bach (OÖ), Ste­fan Kohlbauer, ist neuer­lich auf­fäl­lig gewor­den, wie RFJ-Watch her­aus­ge­fun­den hat.

Ste­fan Kohlbauer ist trotz sein­er Jugend ein alter Bekan­nter. Der RFJ- und BfJ-Mann hat sich 2007 am Som­mer­fest des neon­azis­tis­chen Bun­des freier Jugend (BfJ) in Steinbach/Ziehberg mit Got­tfried Küs­sel, Felix Budin, Richard Pfin­gstl und anderen Größen der heimis­chen Neon­azi-Szene herumge­tum­melt und hat sich damals auch als „Nation­al­ist“ und „Faschist“ geoutet. Mit­tler­weile ist er FPÖ-Gemein­der­at und will an dem Erich Priebke-Sol­i­dar­ität­skonz­ert in Ost­sach­sen teilnehmen.

Priebke ist ein 1998 in Ital­ien zu lebenslanger Frei­heitsstrafe verurteil­ter Nazi-Ver­brech­er und SS-Mann, der für die Ermor­dung von hun­derten ital­ienis­ch­er Zivilis­ten ver­ant­wortlich war. Der Greis (97) darf seine lebenslange Frei­heitsstrafe unter den sehr lock­eren Bedin­gun­gen eines „Hausar­rests“ ver­brin­gen und ist 2011 sog­ar bei einem Restau­rantbe­such in Rom fotografiert wor­den. Die Forderung nach „Frei­heit für Erich Priebke“, die das Mot­to des „Sol­i­dar­ität­skonz­ertes“ für den „Kam­er­aden Erich Priebke“ in Ost­sach­sen bildet, ist pure neon­azis­tis­che Provokation.

rfjwatch — Hochrangiger RfJ-Funk­tionär Kohlbauer besucht Neonazi-Konzert!?