Udo Pastörs und die NPD

Wie berichtet, schaffte die NPD den Wiedereinzug in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Der Wahlkampf war geprägt durch rassistische Wahlplakate, unter anderem wurde das NPD-Wahlplakat „Gas geben“ scharf kritisiert.


NPD-Hetzplakat „Gas geben“ vor dem Haus der Wannsee-Konferenz (Bildquelle: bz-berlin.de, Foto: Ralf Lutter)

Dass der Spruch von den AnhängerInnen der NPD durchaus „richtig“ verstanden wird, zeigen Beiträge im Neonazi-Forum thiazi.net. Aber selbst dort wird der Spruch kritisiert – „kritisiert“ im Sinne der Geisteshaltung von Neonazis, so schreibt einer von ihnen: „jeder, aber auch wirklich jeder der das liest, denkt doch sofort an die Horrorgeschichten/ die einem damals in der Schule aufgetischt wurden und daran dass die *bösen Nazis nun wieder Juden und andere Ausländer vergasen wollen*.“. Es wird sogar eine „Gutmenschenfälschung“ vermutet:

Und doch schaffte die NPD den Wiedereinzug, vor allem aufgrund des Personenwahlkampfs von Udo Pastörs und mit Hilfe der Neonaziszene, wie Blick nach Rechts analysiert: „Der flächendeckende Wahlkampf der Neonazis wurde von den Freien Kräften um Tino Müller und David Petereit organisiert. Landauf und landab säumten wohl rund 80.000 Plakate der Neonazis die Straßen“.

Udo Pastörs hat aber nicht nur Kontakte zu den Neonazis der Freien Kräfte, sondern auch zu der neonazistisch orientierten Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP) in Österreich. Pastörs war einer der Vortragenden der AFP-Akademie 2010 in Offenhausen, er referierte dort über “heimattreue Politik“ und “volkstreue Opposition“. Kurz nach der AFP-Akademie wurde Pastörs wegen Volksverhetzung zu 10 Monaten Haft bedingt und 6000 Euro Geldstrafe verurteilt, er hatte 2009 gegen die „Judenrepublik“, die „Krummnasen“ und die türkischen „Samenkanonen“ gehetzt. Das hat ihn zwar für einen Referatsposten bei der AFP ausgezeichnet, aber auch zur rechtsgültigen Verurteilung geführt.

bnr.de – Pastörs statt NPD