Udo Pastörs und die NPD

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Wie berich­tet, schaff­te die NPD den Wie­der­ein­zug in den Land­tag von Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Der Wahl­kampf war geprägt durch ras­sis­ti­sche Wahl­pla­ka­te, unter ande­rem wur­de das NPD-Wahl­pla­kat „Gas geben” scharf kritisiert.

Dass der Spruch von den Anhän­ge­rIn­nen der NPD durch­aus „rich­tig” ver­stan­den wird, zei­gen Bei­trä­ge im Neo­na­zi-Forum thiazi.net. Aber selbst dort wird der Spruch kri­ti­siert – „kri­ti­siert” im Sin­ne der Geis­tes­hal­tung von Neo­na­zis. So schreibt einer von ihnen: „jeder, aber auch wirk­lich jeder der das liest, denkt doch sofort an die Horrorgeschichten/ die einem damals in der Schu­le auf­ge­tischt wur­den und dar­an dass die ‚bösen Nazis nun wie­der Juden und ande­re Aus­län­der ver­ga­sen wol­len’.” Es wird sogar eine „Gut­men­schen­fäl­schung” vermutet.

Und doch schaff­te die NPD den Wie­der­ein­zug, vor allem auf­grund des Per­so­nen­wahl­kampfs von Udo Pas­törs und mit Hil­fe der Neo­na­zi­sze­ne, wie „blick nach rechts” ana­ly­siert: „Der flä­chen­de­cken­de Wahl­kampf der Neo­na­zis wur­de von den Frei­en Kräf­ten um Tino Mül­ler und David Pete­reit orga­ni­siert. Land­auf und land­ab säum­ten wohl rund 80.000 Pla­ka­te der Neo­na­zis die Straßen.”

Udo Pas­törs hat aber nicht nur Kon­tak­te zu den Neo­na­zis der Frei­en Kräf­te, son­dern auch zu der neo­na­zis­tisch ori­en­tier­ten Arbeits­ge­mein­schaft für demo­kra­ti­sche Poli­tik (AFP) in Öster­reich. Pas­törs war einer der Vor­tra­gen­den der AFP-Aka­de­mie 2010 in Offen­hau­sen, er refe­rier­te dort über “hei­mat­treue Poli­tik“ und “volks­treue Oppo­si­ti­on“. Kurz nach der AFP-Aka­de­mie wur­de Pas­törs wegen Volks­ver­het­zung zu zehn Mona­ten Haft bedingt und 6.000 Euro Geld­stra­fe ver­ur­teilt. Er hat­te 2009 gegen die „Juden­re­pu­blik“, die „Krumm­na­sen“ und die tür­ki­schen „Samen­ka­no­nen“ gehetzt. Das hat ihn zwar für einen Refe­rats­pos­ten bei der AFP aus­ge­zeich­net, aber auch zur rechts­gül­ti­gen Ver­ur­tei­lung geführt.