Innsbruck: 20 Monate für Wiederbetätigung im Internet

Fast wäre ein weit­er­er Prozess nach dem NS-Ver­bots­ge­setz in der Vor­woche („Die Woche der Jus­tiz“) unbe­merkt geblieben. In Inns­bruck fand am Don­ner­stag, 30.6.2011 ein Schwurg­ericht­sprozess gegen eine 27-jährige Außer­ferner­in statt, die im Vor­jahr auf eine Inter­net-Plat­tform Nazi-Reliquien zur Besich­ti­gung eingestellt hatte.

Die 27-Jährige, die schon vorbe­straft war, hat­te zu Hitlers Geburt­stag vier NS-Sym­bole (Hak­enkreuz, SS-Runen usw.) auf der Plat­tform eingestellt, die sich BesucherIn­nen gegen ein Pass­wort herun­ter­laden kon­nten. Die Außer­ferner­in erkan­nte sich voll schuldig und gab an, ihr habe das „starke Män­ner­bild“ der Nazis imponiert. Wegen ihrer als äußerst tragisch beschriebe­nen Fam­i­liengeschichte wurde sie zu ein­er bed­ingten Haft­strafe in der Höhe von 20 Monat­en verurteilt

(Quelle: Tirol­er Tageszeitung und Kro­ne Tirol, 1.7.2011)