OTS-Presseaussendung: Sachverhaltsdarstellung gegen FPÖ-Plichta wegen Verdacht auf Verhetzung

Wie wir berichteten, hat der Grün-Abge­ord­nete Dieter Brosz bei der Staat­san­waltschaft Wiener Neustadt eine Sachver­halts­darstel­lung hin­sichtlich des Ver­dachts auf Ver­het­zung durch den geschäfts­führen­den Gemein­der­at der FPÖ Hirten­berg, Got­tfried Plich­ta eingebracht.

Die OTS-Aussendung dazu:

Brosz: Sachverhaltsdarstellung gegen FPÖ-Plichta wegen Verdacht auf Verhetzung

Für eine poli­tis­che Funk­tion hat sich Plich­ta nach­drück­lich disqualifiziert

Wien (OTS) — Der Grün-Abge­ord­nete Dieter Brosz hat bei der Staat­san­waltschaft Wiener Neustadt eine Sachver­halts­darstel­lung hin­sichtlich des Ver­dachts auf Ver­het­zung durch den geschäfts­führen­den Gemein­der­at der FPÖ Hirten­berg, Got­tfried Plich­ta einge­bracht. Dieser hat auf sein Face­book-Pro­fil am 1. März 2011 fol­gen­den Ein­trag gestellt: ‚Mein Hund. Ich ging heute Mor­gen zum Sozialamt, um dort meinen Hund anzumelden. Zuerst sagte die Dame: ‚Hunde kriegen keine Sozial­hil­fe’! So erk­lärte ich ihr, dass mein Hund schwarz ist, arbeit­s­los, faul, nicht Deutsch kann, keinen Anhalt­spunkt hat, wer sein Vater ist und keine Doku­mente vor­weisen kann. So schaute sie in ihrem Buch nach, um zu sehen, welche Voraus­set­zun­gen für eine Sozial­hil­fe erforder­lich sind. Mein Hund erhält seine erste Über­weisung am Freitag.’

„Tierver­gle­iche haben in Öster­re­ich sowohl in anti­semi­tis­chen als auch in recht­sex­tremen Zusam­men­hän­gen eine lange Tra­di­tion. Diese Form der Her­ab­würdi­gung von Men­schen kann nicht so ste­hen bleiben. Für eine poli­tis­che Funk­tion hat sich Herr Plich­ta damit nach­drück­lich dis­qual­i­fiziert”, so Brosz.

„Was Plich­ta sagen will, ist offen­sichtlich. Er zeich­net ein Bild von dunkel­häuti­gen Aus­län­dern und Aus­län­derin­nen, die arbeit­s­los und faul seien, die nicht Deutsch kön­nten, und sofort Sozial­hil­fe beziehen wür­den. Damit zieht er in men­schen­ver­ach­t­en­der Art und Weise die Haut­farbe von Men­schen als Beleg für bes­timmte Fähigkeit­en oder Charak­tereigen­schaften her­an und macht Men­schen ander­er Haut­farbe in ein­er die Men­schen­würde ver­let­zen­den Weise verächtlich. Genau darauf zielt der Ver­het­zungspara­graph ab. Jet­zt ist die Staat­san­waltschaft am Zug”, erk­lärt Brosz.