Dornbirn ‑Bludenz (VBG): Aus der FPÖ ausgetreten oder ausgeschlossen?

Gegen einen Schwimm­lehrer (64), der zunächst in Blu­denz, dann in Dorn­birn beru­flich tätig war, gibt es schwere Vor­würfe wegen des Ver­dachts der Verge­wal­ti­gung, geschlechtlichen Nöti­gung, sit­tlich­er Gefährdung von Per­so­n­en unter 16 Jahren und pornografis­ch­er Darstel­lung Min­der­jähriger. Die Staat­san­waltschaft Feld­kirch hat die Ermit­tlun­gen aufgenom­men. Seit 3.2. sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft.

Gegen den Schwimm­lehrer und pen­sion­ierten Architek­ten hat das SOS-Kinder­dorf Dorn­birn bere­its vor eini­gen Jahren ein Hausver­bot ver­hängt, weil es den Ver­dacht auf sex­uelle Über­griffe gab. Der Fall wurde damals nicht zur Anzeige gebracht.

Auch als der Beschuldigte als Schwimm­train­er beim Schwimm­club Blu­denz tätig war, kur­sierten dort Gerüchte. Und Gerüchte über sex­uelle Über­griffe gab es auch in Dorn­birn, wo der Beschuldigte eine eigene Schwimm­schule leit­ete. Die Vorarl­berg­er Nachricht­en bericht­en über den Fall nicht zufäl­lig unter dem Titel „Nie­mand reagierte auf Vor­würfe“. (Quele: vol.at)

Hängt die lahme Reak­tion sein­er Umge­bung vielle­icht mit den poli­tis­chen Verbindun­gen des Beschuldigten zusam­men? Er war „über Jahre hin­weg“ für die ÖVP Ersatzmit­glied der Stadtvertre­tung und ist vor den let­zten Gemein­der­atswahlen der FPÖ beige­treten, für die gle­ich in mehreren Auss­chüssen in der Stadtvertre­tung tätig wurde.

Nach sein­er Ver­haf­tung legte der Verdächtige seine Parteiämter nieder und trat aus der FPÖ aus:

„Er ließ uns vorgestern durch seinen Rechtsvertreter mit­teilen, dass er sämtliche Funk­tio­nen zurück­legt und gle­ichzeit­ig aus der FPÖ aus­tritt“, teilte FPÖ-Obmann Schön­beck den „VN“ mit.

In „Österreich“(11.2.2011) liest sich das anders: „Die FPÖ in Dorn­birn reagierte prompt: Wil­fried B, der im Sport- und Hochbauauss­chuss saß, ist seit Don­ner­stag kein FPÖ-Mit­glied mehr; er legte alle Funk­tio­nen zurück und wurde aus der Partei aus­geschlossen.“