Ungarn: Rechtextreme Polizisten für Säuberung der Polizeihochschule

Stu­den­ten der ungarischen Polizei­hochschule haben sich bei der recht­sex­tremen Polizeigew­erkschaft „Tat­bere­it“ über einen Dozen­ten beschw­ert, der sich kri­tisch über recht­sex­treme Ten­den­zen inner­halb der Polizei geäußert hat. Die recht­sex­tremen Gew­erkschafter haben den Dozen­ten beim Arbeit­ge­ber angezeigt, fordert dessen weltan­schauliche Über­prü­fung und ein Diszi­pli­narver­fahren: seine „lib­erale“ Gesin­nung sei unvere­in­bar mit „nationalen“ Werten. „Lib­er­al“ ste­ht syn­onym für „jüdisch“ – die ungarischen Recht­sex­tremen bewe­gen sich da in der ein­schlägi­gen Ter­mi­nolo­gie der Nazis und Faschis­ten. „Pusz­taranger“ berichtet aus­führlich über die Agi­ta­tion der Polizeigew­erkschaft „Tat­bere­it“, von der noch nicht abse­hbar ist, ob sie tat­säch­lich mit der Diszi­plin­ierung oder gar „Säu­berung“ des Dozen­ten enden wird.

Bei dieser Gele­gen­heit sei daran erin­nert, dass die der FPÖ nah­este­hende Gew­erkschafts­frak­tion AUF vor allem in der Wiener Polizei beträchtlichen Anhang bei den Per­son­alvertre­tungswahlen gefun­den hat.