Pliberk/Bleiburg: Nach den VerfassungsbrecherInnen jetzt OrtstafelschmiererInnen aktiv

Die unendliche Geschichte um die zweisprachigen Ortstafeln geht in eine neue Runde.

Nachdem am 9.7.2010 der Verfassungsgerichtshof wieder ein Erkenntnis zu den Bleiburger (Pliberk) Ortstafeln verkündet hatte, verfügte der Kärntner (Koroška) Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) am 13.7., dass in Bleiburg/Pliberk, Ebersdorf/Dobrla vas und Schwabegg/Žvabek korrekte zweisprachige Ortstafeln aufgestellt werden. Die Begründung von Dörfler ist bezeichnend: „Im Fall eines Verkehrsunfalls wären nämlich er als Verkehrsreferent beziehungsweise das Land in der Ziehung.“ (oesterreich.orf.at). Über den Link des ORF Kärnten/Koroška ist die Chronologie von Verfassungsbrüchen, VfGH-Erkenntnissen bzw. die Einschätzung der geistigen Kapazitäten von Gerhard Dörfler nachzuvollziehen.

Alle, die auf eine langsam sich ausbreitende Normalität gehofft hatten, wurden innerhalb weniger Tage in die Realität zurückgeholt. Zum einen, weil das BZÖ in Person des Kärntner (Koroška) Statthalters Stefan Petzner sofort „Verrat“ in Richtung FPK und FPÖ schrie, zum andern, weil die neu installierte korrekte Ortstafel von Bleiburg/Pliberk in der Nacht zum 18.7.2010 mit rotem Lack beschmiert wurde. Der Lack war zwar wasserlöslich, das LVT wurde mit Ermittlungen beauftragt und auch verstärkte Fahrzeugkontrollen angekündigt, am 9.8.2010 wurde die Ortstafel allerdings neuerlich beschmiert. Diesmal wurde die slowenische Ortsbezeichnung mit schwarzem Lack übermalt. Von den Tätern fehlt bislang offensichtlich noch jede Spur – sie dürfen allerdings getrost in jenem dumpfen deutschnationalen bis neonazistischen Milieu vermutet werden, das in Kärnten/Koroška noch immer vor sich hinrottet.

Welche Geistesgrössen dabei ihr Deutschtum abfeiern, illustriert das Bild vom „Lindwurm“-blog perfekt.

(Bildquelle: „Lindwurm“-blog Foto © Christian Berger)

Auch die Nazi-KameradInnen von „alpen-donau“ wollen da nicht zurückstehen und verkünden die schon von Haider unters Volk gebrachte Botschaft für IdiotInnen: „Kärnten bleibt Deutsch und wird einsprachig!“