Brauner Ahnenversand aus Desselbrunn

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Der als „Kul­tur­ver­ein“ ange­mel­de­te Ver­ein Objekt 21 aus Des­sel­brunn in OÖ (Ver­eins­re­gis­ter­aus­zug), dem der mehr­fach nach dem Ver­bots­ge­setz ver­ur­teil­te Jür­gen Wind­ho­fer und die Gebrü­der Manu­el und Erwin Spind­ler zuzu­rech­nen sind, betä­tigt sich jetzt auch als Inter­net­ver­sand, der sich in sei­ner Vor­stel­lung auf das Erbe der Ahnen bezieht.

Wie das Ahnen­er­be für die Kame­ra­den von „Objekt 21” aus­sieht, wird aus dem Ange­bot des Ver­san­des gleich klar. Für die brau­ne Fan-Gemein­de fin­den sich neben Kaf­fee­hä­ferln die übli­chen T‑Shirts, die dort „T‑Hemden” genannt wer­den. Bestellt wer­den kön­nen sie mit den Auf­dru­cken eines Schlag­rings und dem Text „Zahn­fee” oder „Wir schi­cken kei­ne Ver­tre­ter, denn wir kom­men sel­ber”.

Ver­eins­mit­glie­der dür­fen das „Objekt 21” nur nach Vor­zei­gen der Mit­glieds­kar­te betre­ten und dafür auch Ermäs­si­gun­gen bei Bestel­lun­gen bean­spru­chen, wird unter „All­ge­mei­ne Infor­ma­tio­nen“ aus­ge­führt. Der Punkt 4 („Allgemeines/Nützliches“) ist noch in Aus­ar­bei­tung, was nicht wei­ter ver­wun­dert. Was schon mehr ver­wun­dert, ist der Umstand, dass die ober­ös­ter­rei­chi­schen Sicher­heits­be­hör­den dem Trei­ben der Kame­ra­den wei­ter­hin zuschau­en. Ver­mut­lich muss auch in die­sem Fall wie­der ein­mal die Aus­re­de her­hal­ten, dass der Ver­sand über eine .com-Adres­se geführt wird.

Ob der FPÖ-Gemein­de­rat Jür­gen Wall­ner eine ein­fa­che oder gar eine Pre­mi­um-Mit­glied­schaft beim Ver­ein hat oder „Objekt 21” auch ohne gezück­te Kar­te betre­ten darf, geht aus den „All­ge­mei­nen Infor­ma­tio­nen“ nicht hervor.

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Ein Arti­kel von der Tages­zei­tung Öster­reich vom Don­ners­tag, dem 5. 8. 2010: