Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Unister: Reiseportale mit brauner Vergangenheit?

Das ursprünglich als Start-Up gegründete Unternehmen Unister betreibt u.a. beliebte Online-Reiseportale wie ab-in-den-urlaub.de, fluege.de oder Travel24. Gestern wurde außerdem bekannt, dass zwei „Österreicher mit Neonazi-Biografien“ in dem Unternehmen mitmischen.

19. Aug. 2016
Hans Jörg Schimanek jun. 2009 während des SS-Veteranentreffens am Kärntner Ulrichsberg (Bildquelle: u-berg.at)
Hans Jörg Schimanek jun. 2009 während des SS-Veteranentreffens am Kärntner Ulrichsberg (Bildquelle: u-berg.at)

Die Firma Unister mit Sitz in Leipzig betreibt an die 90 Internetportale, beschäftigt rund 1100 Mitarbeiter_innen und ist nicht unbekannt. Für Skandale und Aufsehen sorgte Unister bislang nicht nur, weil 2012 Vorwürfe der Steuerhinterziehung sowie des Versicherungs- und Computerbetrugs im Raum standen. Vor kurzem verunglückte auch der Gründer und Gesellschafter Thomas Wagner nach einer mysteriösen Venedig-Reise mit 1,5 Millionen Euro Bargeld im Gepäck bei einem bislang ungeklärten Flugzeugabsturz in Slowenien. Seit rund einem Monat befindet sich das Unternehmen in einem Insolvenzverfahren. Die Firma scheint jedoch nicht zur Ruhe zu kommen, da sich gestern auch noch herausstellte, dass zwei „Österreicher mit Neonazi-Biografien“ in der Firma bedeutende Funktionen haben.

In einer gemeinsamen Recherche von ZEIT und Sächsischer Zeitung heißt es: „Jahrelang unbemerkt von der Öffentlichkeit und selbst von hochrangigen Mitarbeitern haben mindestens zwei Männer mit schillernder Neonazi-Biografie an den Reisekonzern angedockt.“ Dort sollen sie in ihren Funktionen als Berater und Teilhaber bzw. Besitzer eines nicht unbedeutenden Aktienanteils Einfluss auf das Unternehmen genommen haben.

Die beiden sind auch in Österreich keine Unbekannten. Reinhard Rade ist zwar in Oberbayern aufgewachsen, aber in Innsbruck geboren. In den 1980ern war er u.a. bei den Republikanern in Deutschland aktiv. Für Unister fungierte er laut eigenen Angaben als „Berater der Gesellschafter und Sonderbeauftragter der Geschäftsführung“. Obgleich er selbst immer wieder abstreitet, in den letzten Jahren politisch aktiv gewesen zu sein, fiel er etwa im Zuge der Demonstrationen des Leipziger Pegida Ablegers Legida auf.

Auch der zweite große Aktionär stammt ursprünglich aus Österreich und ist den Behörden nicht unbekannt: Hans Jörg Schimanek („Schimanek Junior“) aus Niederösterreich. Er stand in den 1990ern im Visier von Ermittlungen wegen neonazistischer Aktivitäten, Mitte der 1990er wurde er wegen Wiederbetätigung und seiner Tätigkeiten in einer österreichischen Wehrsportgruppe in Langenlois (der Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition – VAPO des Gottfried Küssel) zu acht Jahren Haft verurteilt, jedoch frühzeitig entlassen. Gemeinsam mit Küssel und anderen Kameraden war Schimanek außerdem aufgefallen, als er 2009 das SS-Veteranentreffen am Kärntner Ulrichsberg besuchte.

Die Zusammenarbeit zwischen Rade und Schimanek ist jedoch nicht neu. Gemeinsam sollen die beiden, die bereits seit ihrer Jugend befreundet sind, u.a. auch im Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien im Einsatz gewesen sein. Nach seiner Haftentlassung war Schimanek nach Leipzig gegangen, wo er in der Firma „Baubetreuung für Mitteldeutschland GmbH“ (BBM) tätig wurde, deren damaliger Geschäftsführer Reinhard Rade war. Wie ein Handelsregisterauszug aus dem Jahr 1994 zeigt, waren Schimanek und Rade auch Gesellschafter der Leipziger Firma Condor Projektentwicklung GmbH. Diese Zusammenarbeit wurde nun offensichtlich bei Unister fortgesetzt.

Das Unternehmen selbst distanziert sich zwar von rechtsextremem Gedankengut und bestreitet deren Einfluss, dennoch bleiben neben den Ungereimtheiten zum mysteriösen Todesfall des Firmengründers auch die Fragen, wie Rades und Schimaneks Gesinnung und Vergangenheit so lange unbemerkt bleiben konnten und welchen Einfluss die beiden tatsächlich auf das Unternehmen ausgeübt haben.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Alpen Donau Info | Kärnten/Koroška | Neonazismus/Neofaschismus | Niederösterreich | Pegida | Veteranentreffen | Weite Welt | Wien

Beitragsnavigation

« Verquerdenker
Neonazi-Prozess (Teil 1): Rocker Rolf raunt »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter