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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Hausdurchsuchung bei anderem Kandidaten

Bei dem Arzt Tho­mas Unden, der sich selbst zu einem geeig­ne­ten Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten erklärt hat, fand am 27. Febru­ar eine Haus­durch­su­chung statt, die im Zusam­men­hang mit den Ermitt­lun­gen wegen des Ver­dachts der NS-Wie­der­be­tä­ti­gung durch zehn Mit­ar­bei­ter des Ver­fas­sungs­schut­zes durch­ge­führt wur­de, berich­te­te die Zei­tung „Öster­reich“.

9. März 2016

Unden, von dem die Info über die Haus­durch­su­chung stam­men dürf­te, beklag­te nicht nur deren Dau­er (vier Stun­den), son­dern auch, dass „sämt­li­che Lap­tops, Han­dys und Fest­plat­ten“ beschlag­nahmt wor­den seien.

„Offen­bar ist man bestrebt, mich mit allen Mit­teln aus­zu­dämp­fen“, jam­mer­te der Arzt in „Öster­reich“ und setz­te dann nach: „Da man mich aller Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten beraubt hat, ist es mir unmög­lich gemacht wor­den, mich wei­ter im Bun­des­prä­si­dent­schafts-Wahl­kampf via Face­book oder Ähn­li­chem zu ver­brei­ten.“ (Öster­reich)

Da bas­telt wohl einer an sei­ner Dolch­stoß­le­gen­de. Auf Face­book sind meh­re­re Sei­ten gegrün­det wor­den, um eine Kan­di­da­tur von Tho­mas Unden für die Bun­des­prä­si­den­ten­wahl zu unter­stüt­zen. Sogar eine Par­tei, die „Repu­bli­ka­ni­schen Patrio­ten Öster­reichs“ (RPÖ) hat den Arzt unter ihre Fit­ti­che genom­men und will ihn in die Hof­burg tragen.

Klappt aber schon auf den ers­ten Metern nicht so rich­tig! Die Face­book-Gemein­schaft „Ich unter­stüt­ze Dr. Tho­mas Unden bei der Prä­si­den­ten­wahl 2016“ hat ihren letz­ten Ein­trag am 20. Febru­ar ver­fasst und gepos­tet: „Das Sam­meln der Unter­stüt­zungs­er­klä­run­gen beginnt.“ Seit­her ist tote Hose auf der Sei­te. Ähn­lich läuft es auf der Face­book-Sei­te „DDr.Thomas Unden – Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat“. Im letz­ten Ein­trag vom 3. März heißt es dort schon ziem­lich resi­gna­tiv: „Viel Zeit ist nicht mehr. Es wer­den noch vie­le UNter­stüt­zungs­er­klä­run­gen benö­tigt.“ Der vor­letz­te Ein­trag stammt vom 21. Febru­ar, was einem Pos­ter den Kom­men­tar abringt: „Hier ist ja der Bär los!“

Blei­ben noch die „Repu­bli­ka­ni­schen Patrio­ten“. Die haben sogar ein eige­nes „Unter­stüt­zungs­kom­mi­tee“ [sic!] gegrün­det, das auf FB einer­seits als geschlos­se­ne Grup­pe mit 190 Mit­glie­dern tagt und ande­rer­seits als öffent­li­che FB-Grup­pe nur 87 Per­so­nen gefällt. Da muss irgend­wo der Wurm drin­nen sein!

Auch beim Kan­di­da­ten mög­li­cher­wei­se. Der kann sich näm­lich nur mehr undeut­lich an sei­ne FB-Ein­trä­ge erin­nern und meint, den Spruch „Unse­re Ehre heißt Treue“ ledig­lich in „Bezug auf ein phi­lo­so­phi­sches Essay geschrie­ben“ (Öster­reich) zu haben.



Unden ver­gisst, dass er nicht nur „Unse­re Ehre heißt Treue“ gepos­tet hat, son­dern auch „Mei­ne Ehre heißt Treue“

Da ver­gisst er, dass er nicht nur „Unse­re Ehre heißt Treue“ gepos­tet hat, son­dern auch „Mei­ne Ehre heißt Treue“ – ohne jeden Bezug zur Phi­lo­so­phie. Auch das Pos­ting „Der Füh­rer hat sich auch mit Leu­ten aller poli­ti­schen Lager getrof­fen und war trotz­dem bis zuletzt nur der deut­schen Nati­on ver­pflich­tet“ deu­tet wie der Link zum nazis­ti­schen „Trutz­gau­er Boten“ nicht auf phi­lo­so­phi­sche Erör­te­run­gen des Arz­tes hin.

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