We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 4 Minuten

Schlammschlacht in der Salzburger FPÖ

Die Salz­bur­ger FPÖ steht mög­li­cher­wei­se vor ihrer Spal­tung. Vier Man­da­ta­re bzw. Funk­tio­nä­re wur­den am Don­ners­tag in einer eilig ein­be­ru­fe­nen Sit­zung des Lan­des­vor­stan­des aus­ge­schlos­sen, der Lan­des­ge­schäfts­füh­rer wur­de gekün­digt. Schon in der Vor­wo­che gab es Kün­di­gun­gen in der Par­tei. Die Bun­des­par­tei will die Aus­schlüs­se einst­wei­len nicht aner­ken­nen, und Stra­che soll als Media­tor tätig wer­den. Ein klei­nes Sittenbild.

18. Mai 2015

Was war der Aus­lö­ser für den Macht­kampf in der Salz­bur­ger FPÖ, der völ­lig rat­lo­se Akti­vis­tIn­nen pro­du­ziert? Bar­ba­ra schreibt auf FB: „Es kennt sie [sic!] bald kei­ner mehr aus“ und Andre­as, ein beson­ders eif­ri­ger Blau­er:„I ver­ste­he nur mehr ‚Bahn­hof‘.”

Die Erzäh­lung der Lan­des­par­tei­spit­ze beginnt mit dem Aus­tritt von Fritz Wie­der­mann, dem FPÖ-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten, der im Jän­ner die Par­tei ver­las­sen, aber sein Man­dat behal­ten hat. Dem­nach hät­ten Gerüch­te und Ver­leum­dun­gen aus der Par­tei gegen ihn und Klub­ob­mann Schnell zu sei­nem Aus­tritt im Jän­ner geführt. Wie­der­mann habe vor 17 Jah­ren als Dro­gen­fahn­der gegen Schnells Sohn ermit­telt und nur dar­um kei­ne Anzei­ge erstat­tet, weil ihn Schnell zum Abge­ord­ne­ten gemacht habe. „Haar­sträu­bend“ nennt Schnell in der „Kro­nen Zei­tung“ (17.5.15) das Gerücht und setzt nach: „Mein Sohn war damals acht Jah­re alt.“

Das klingt zwar plau­si­bel, erklärt aber nicht, war­um sich sowohl Schnell als auch Wie­der­mann beim Aus­tritt im Jän­ner dar­über ver­schwie­gen und „Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten“ bzw. „unüber­brück­ba­re Diff­fe­ren­zen‘‘ als Motiv ange­ge­ben haben. Der Kon­flikt eska­lier­te jeden­falls vor weni­gen Tagen wie­der, nach­dem der Flach­gau­er Bezirks­par­tei­ob­mann Her­mann Stöll­ner in einem offe­nen Brief Wie­der­mann zum Man­dats­ver­zicht auf­ge­for­dert hat und den Brief auf Face­book mit der Paro­le „Nein zum Man­dats­raub!“ veröffentlichte.

Wie­der­mann kon­ter­te dar­auf­hin mit einer Straf­an­zei­ge gegen drei FPÖ-Mit­glie­der wegen Ver­leum­dung. Die Par­tei­spit­ze leg­te nach und schloss in der Sit­zung des Lan­des­par­tei­vor­stan­des vier Funk­tio­nä­re aus: Mar­kus Ferst­ner, Gemein­de­rat in der Stadt Salz­burg, Andre­as Teufl, Vize­bür­ger­meis­ter in Fais­ten­au, Han­nes Költrin­ger von den Frei­heit­li­chen Bau­ern und Wal­ter Rai­ner, Orts­par­tei­ob­mann von Anthe­ring. Költrin­ger, der laut Schnell von der Anzei­ge Wie­der­manns nicht betrof­fen sei, sei wegen „par­tei­schä­di­gen­den Ver­hal­tens“ aus­ge­schlos­sen wor­den, „weil er in elek­tro­ni­schen Medi­en über FPÖ-Funk­tio­nä­re ver­bal her­ge­fal­len sein soll“ (Salz­bur­ger Nach­rich­ten, 16.5.15). Dem Lan­des­ge­schäfts­füh­rer und Stadt­rat von See­kir­chen, Her­mann Kirchmei­er, wur­de das Dienst­ver­hält­nis gekün­digt – ein Schick­sal, das schon eine Woche zuvor eine Mit­ar­bei­te­rin und Andre­as Reindl, den Klub­ob­mann der FPÖ im Gemein­de­rat der Stadt Salz­burg, ereilt hatte.


Offe­ner Brief for­dert Wie­der­mann zum Man­dats­ver­zicht auf

Mit der Kün­di­gung Reindls erhält die Schlamm­schlacht in der FPÖ Salz­burg neue Facet­ten. Reindl, der im Jän­ner zunächst durch sei­ne engen Bezie­hun­gen zu den Iden­ti­tä­ren bei einer Kund­ge­bung auf­ge­fal­len ist, hat weni­ge Tage danach völ­lig über­ra­schend Andre­as Schöppl als Klub­ob­mann der FPÖ im Salz­bur­ger Gemein­de­rat abge­löst und nicht nur die­sen, son­dern auch die Lan­des­par­tei damit über­rascht. „Die Wahl von Andre­as Reindl stellt jeden­falls einen Rechts­ruck dar”, haben wir damals geschrie­ben.

Auch im aktu­el­len Macht­kampf fällt auf, dass sich bei den Aus­ge­schlos­se­nen eher die stram­men Rech­ten wie­der­fin­den. So hat sich der Anthe­rin­ger Ober­blaue, Wal­ter Rai­ner, im Sep­tem­ber 2013 durch sei­ne anti­zi­ga­nis­ti­sche Het­ze her­vor­ge­tan und unter sei­nen Face­book-Freund­schaf­ten nicht nur Lud­wig Rein­th­a­ler, den „Brau­nen von Wels“, son­dern auch noch etli­che ande­re Brau­ne gesam­melt. Der blaue Bau­er unter den Aus­ge­schlos­se­nen ist eben­falls ein FB-Freund von Rein­th­a­ler und Pegi­da sehr zugetan.

Eine poli­ti­sche Frak­tio­nie­rung bedeu­tet das aber noch lan­ge nicht. Es sind nur deut­li­che Hin­wei­se dar­auf, dass rechts­extre­me Kon­tak­te für eine Kar­rie­re in der FPÖ nicht schäd­lich sind. Alt gegen Jung könn­te auch eine Rol­le spie­len beim Macht­kampf. Ernst N.ist jeden­falls sehr deut­lich: „Schnell und sei­ne Pen­sio­nis­ten­grup­pe soll den Jun­gen Platz machen…. Aber Schnell.“

Die Bun­des­par­tei sym­pa­thi­siert mit den Aus­ge­schlos­se­nen, spricht davon, dass es einen umfas­sen­den Gesprächs­be­darf auf allen Ebe­nen geben wür­de und will einst­wei­len die Aus­schlüs­se nicht aner­ken­nen. Karl Schnell, der bis 2013 über 20 Jah­re Lan­des­par­tei­ob­mann der Salz­bur­ger Blau­en war und eigent­lich sei­ne poli­ti­sche Kar­rie­re mit 2018 been­den woll­te, will sich „unter die­sen Umstän­den auf kei­nen Fall“ zurück­zie­hen, erklär­te er den „SN“.

Er hat schon ande­res poli­tisch über­lebt! Im April 1998 – nach schwe­ren Macht­kämp­fen in der Salz­bur­ger FPÖ – trat Schnell von sei­ner Funk­ti­on als Lan­des­par­tei­ob­mann kurz­fris­tig zurück. Weni­ge Tage danach ent­mach­te­te Par­tei­chef Jörg Hai­der damals auch alle 700 FPÖ-Funk­tio­nä­re im Bun­des­land und sprach von einer Neu­grün­dung der Salz­bur­ger FPÖ. Nach eini­gen Tagen Schock­star­re lös­te Schnell die Kri­se durch radi­ka­le Selbst­kri­tik („Wir haben uns benom­men wie Kin­der“), ent­schul­dig­te sich bei Hai­der für sein Ver­hal­ten und wur­de nach eini­gen wei­te­ren Demü­ti­gun­gen durch Hai­der von die­sem wie­der in sei­ne Funk­ti­on als Lan­des­par­tei­ob­mann und Salz­bur­ger Spit­zen­kan­di­dat ein­ge­setzt. Mal sehen, wie’s jetzt weitergeht.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Anzeige | FPÖ | Salzburg

Beitragsnavigation

« Verlogen bis zum Abwinken: Dumping-Propaganda der FPÖ
Linz: SPÖ-Gemeinderat posiert wieder mit Avrasya »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter