Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Großer Hack und kleinere Drohliste

Der Datenhack, der in Deutschland seit letzter Woche Furore macht, zeigt vor allem zwei Defizite: einerseits den sorglosen Umgang mit dem Schutz der eigenen Daten, andererseits die mangelnde Datensicherheit der Anbieter, die Daten speichern. Diskutiert wird er nur deshalb, weil die Opfer mehr oder weniger prominent sind.

9. Jan. 2019
Einträge auf Indymedia
Einträge auf Indymedia

Welche politischen Absichten hinter dem Hack stehen, ist unklar; der mutmaßliche Hacker meinte, sich über die geouteten Personen geärgert zu haben. Wenig beachtet ist, dass seit Samstag mehrfach eine aus wohl rechtsextremen Kreisen stammende Drohliste online gestellt wurde, die etwa 200 Namen samt Adressen und Telefonnummern enthält – auch aus Österreich. „Stoppt die Rechten“ liegt die Liste vor und hat alle österreichischen Betroffenen kontaktiert – hier eine Einordnung.

Ob der Datenhack, den ein 20-jähriger Schüler angeblich alleine zu verantwortet hat, gar so unpolitisch war, wie es der Hacker behauptet, wissen wir nicht: Ins Visier genommen hat er PolitikerInnen aller Parteien mit Ausnahme der AfD. Von dem umfangreichen Datenhack sind keine österreichischen Adressen betroffen.

Die ab Samstag auf dem linken Portal Indymedia Deutschland (wo Personen auch von außen Files hochladen können) mehrfach hineingestellte und immer wieder gelöschte Liste mit dem Titel „#WirKriegeneuchallee“ (ja, „Allee“) scheint dagegen klar politisch orientiert zu sein. Zusätzlich zu den etwa 200 Namen und Adressen wurden Files aus dem Datenhack des Schülers hochgeladen – betitelt mit „Jan Böhmermann die Fresse polieren“.

Die 200 ausgewählten Personen sind teilweise Politiker*innen von der Linken, den Grünen, der SPD und der Piratenpartei, Journalist*innen, politische Aktivist*innen aus der antifaschistischen Szene, Personen, die sich für Geflüchtete oder gegen Rassismus einsetzen. Es scheint eine lose zusammengestellte Liste mit zum Teil alten Daten zu sein, die aus dem Netz kopiert wurden: aus Websites, aus Whois-Abfragen (Domaininhaberabfragen), aber auch aus Foren, in denen einzelne Personen geoutet wurden. Neben Namen aus Deutschland sind auch vereinzelt einige aus der Schweiz, den Niederlanden und eben auch aus Österreich zu finden. Es handelt sich hier um keinen Datenhack, sondern um eine schlampig und ohne erkennbares System zusammengestellte Sammlung von Namen, die – so der Eindruck – im Netz platziert wurden, um im Fahrtwind des großen Hacks Aufmerksamkeit zu generieren.

Datensammlung aus dem Hack zum Journalisten Rayk Anders
Datensammlung aus dem Hack zum Journalisten Rayk Anders
Datensammlung aus dem Hack zu Jan Böhmermann
Datensammlung aus dem Hack zu Jan Böhmermann

Einige der genannten Personen hatten die besondere „Ehre“, mit Zusatzqualifizierungen bedacht zu werden – wüste Beschimpfungen wie „Scheiss negeranwälting mit drang zur zerstöhrung deutschland“, „Weißer gutmensch lebend in afrika sorgt für viele neger in deutschland“, „Demonstrantenfotze“, „strippenzieherin linker journalisten“, „Journalist und medienanbieter mit stark ausgeprägter liebe zu juden und deutscher schuldkultur“ (alle Fehler im Original; Anmk. SdR).

Österreichische Namen

Es sind weniger als zehn Namen und Adressen aus Österreich, die auf der Drohliste „#WirKriegeneuchallee“ zu finden sind. Die meisten Kontaktdaten sind alt oder auch veraltet, folgen keiner Systematik, wurden aus dem Netz zusammengeklaubt und sind bunt zusammengewürfelt. Was ihnen allen gemeinsam ist: Auch die aus Österreich genannten Personen haben entweder mit Flüchtlingen und/oder im weiteren oder engeren Sinn mit Antifaschismus zu tun.

Wir haben vorsichtshalber alle Betroffenen verständigt und befragt, ob sie von Polizei, Verfassungsschutz oder einer anderen Stelle kontaktiert und informiert wurden. Das Ergebnis ist nicht überraschend: Es gab keinerlei Information durch öffentliche Stellen – eine einzige genannte Person wurde von einer Freundin auf ihre Nennung in der Drohliste aufmerksam gemacht.

Über das Desinteresse der österreichischen Behörden können wir nur spekulieren. Fakt ist, dass auch die deutschen Behörden die vom umfangreichen Datenhack Betroffenen nicht informiert haben. Über die „kleine“ Drohliste mit den rund 200 Adressen hat – soweit erkennbar – nur die Tageszeitung „Neues Deutschland“ (6.1.19) berichtet. Über Ermittlungen dazu ist daher nichts bekannt. Eine Kontaktnahme und Information von Betroffenen, auch Hinweise, wie Betroffene reagieren können, sind offensichtlich amtlicherseits nicht vorgesehen.

Zu befürchten ist, dass der große Hack dazu führt, weitere staatliche Überwachungsmaßnahmen – verkauft als Sicherheitsvorkehrung – zu implementieren. Der österreichische Innenminister Herbert Kickl hat jedoch keinen Anlass notwendig und will Überwachungsmaßnahmen schon ohne konkrete Verdachtslage und unter Aushebelung des Rechtsschutzbeauftragten möglich machen, wie aus einem geleakten Papier aus dem Innenministerium hervorgeht.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Antisemitismus | Österreich | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Rechtsextremismus | Verfassungsschutz | Weite Welt

Beitragsnavigation

« FPÖ 2018: Rücktritte, Austritte und Ausschlüsse
Germania Ried: Fingers crossed? »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter