Am 8. März veröffentlicht Machl unter dem fragenden Titel „Ukrainisches Korruptionsgeld in Ungarn gestoppt? Das wissen wir über den Fall! “ etwas, was er als „Kommentar“, also als seine Meinung, deklariert.
Zunächst die nüchternen Fakten: Am 5. März wurden auf einer ungarischen Autobahnraststelle ein ukrainischer Geldtransport mit einer Gesamtsumme von rund 90 Millionen Euro (in Euro, Dollar und Gold) durch eine ungarische Antiterroreinheit gestoppt und beschlagnahmt sowie die Besatzung festgenommen. Der Geldtransport kam aus Wien von der Raiffeisen Bank International (RBI) und sollte bei der staatlichen ukrainischen Oschad-Bank abgeliefert werden. Es handelte sich ganz offensichtlich nicht um einen Geheimtransport, denn sowohl dieser als auch die vorhergehenden Transporte seit 2022 waren den ungarischen Behörden gemeldet und von diesen registriert worden. (vgl. derstandard.at, 6.3.26)
Aus Sicht der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) stellen solche Geldtransporte „einen üblichen Vorgang dar. Anders als in entwickelten Volkswirtschaften machten Devisen in Schwellenländern ‚traditionell einen signifikanten Anteil der Bankeinlagen und des umlaufenden Bargelds aus‘“, berichtet die „Krone“ (10.3.26). Der Grund, warum diese Transporte seit 2022 mit der Ukraine über den Landweg abgewickelt werden müssen, liegt im gesperrten Flugraum.
Machl und Murks
Was kümmert das einen Machl? In seinem Kommentar spricht er schon im Titel vom angeblichen „ukrainischen Korruptionsgeld“, das in Ungarn durch „Spezialeinheiten zur Terrorbekämpfung“ gestoppt wurde, bleibt aber eine valide Erklärung schuldig, warum es sich um „Korruptionsgeld“ handeln sollte.
Ein von ihm selbst als kremlfreundlich beschriebener Blogger ist der Meinung, dass es sich bei dem Geldtransport um Schmiergeldzahlungen an „nicht näher bezeichnete“ europäische Partner handeln könnte. Aha! Eine ukrainische Bank lässt sich – angemeldet! – Devisen ins Land liefern, um sie dann wieder irgendwohin als Schwarz- und Schmiergeld zu verteilen? Geht’s noch dümmer? Durchaus. Machl liefert noch eine „Meinung“. In Ungarn mutmaße man „kryptisch“, wonach die Gelder der Finanzierung der ungarischen Opposition dienen könnten. Diese „Meinung“, die Machl irgendwo in Ungarn gehört haben will, kommt ihm selbst mittlerweile so „kryptisch“ vor, dass er sie nur mit spitzen Fingern anfasst.
Redaktionelle Richtigstellung
An manchen Tagen versorgt uns E.G. gleich mehrmals mit Mails, in denen er eigene Kommentare oder Texte von anderen veröffentlicht. E.G. ist einer von denen, die unermüdlich gegen den Islam, die Systemmedien, für Putin und Orbán und gegen die Ukraine ankämpfen. Deshalb kopiert er in seine Mails auch oft Beiträge von Personen oder Medien aus dem ganz rechten Spektrum.
Am 8. 3. war es unter anderem auch ein Link zu einem Beitrag von report24, darunter kopiert ein Auszug aus einem (vermeintlichen) Kommentar von Florian Machl samt Screenshot. Da E.G. mit Florian Machl so ziemlich auf derselben Wellenlänge liegt, haben wir angenommen, der kopierte Auszug aus dem Kommentar (von uns als Erstfassung bezeichnet) stammt tatsächlich von Machl.
Daher sind wir in einer früheren Fassung dieses Beitrags auf die vermeintliche „Erstfassung” des Kommentars eingegangen. Das war unser Fehler.
„Ich weiß nicht, was ihr konsumiert, aber dass der erste Screenshot in dem Artikel Fake ist, sollte jeder geistig Behinderte erkennen, also auch die Leute, die für euch schreiben.
Dieser Text des ersten Screenshots ist nie bei uns erschienen, das ist auch nicht unser Schriftsatz.
Ich empfehle, das Denken vor lauter Hass nicht komplett einzustellen. Sonst vergesst ihr noch aufs Atmen.
Ihr findet sicher genug wahre Sachverhalte, über die ihr hetzen könnt, ihr müsst nicht extra etwas erfinden.“ (Mail von Florian Machl am 24.3.26)
Wie uns Florian Machl in seiner zurückhaltenden Art mitteilt, stammt der Screenshot nicht von seiner Website, daher auch nicht der dort sichtbare Text. Warum uns E.G. einen Screenshot eines angeblichen Beitrags von Florian Machl aus report24 geschickt hat, wissen wir nicht. Wir können uns von ihm aufgrund unserer politischen Divergenzen kaum eine Erklärung erwarten.
Zu Machls Mail ist anzumerken, dass er mit keinem Wort auf unsere Vorwürfe gegen seinen tatsächlichen Kommentar eingeht – unsere Anmerkungen zu dem von uns fälschlicherweise als Erstfassung bezeichneten Kommentar waren eher nebensächlich.

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