Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 4 Minuten

Die AfD-Maskerade

Die AfD präsentiert sich wie die FPÖ und andere rechtsextreme Parteien gern als Stimme der „kleinen Leute“, als Anti-Establishment-Partei gegen Privilegien, Selbstbedienung und politische Arroganz. Doch mehrere Entwicklungen der letzten Tage zeigen: Auch in der AfD regieren Abgehobenheit, strategische Täuschung und rechtsextreme Kontinuität – mitunter auf perfide Art.

10. Juli 2025
AfD-Maskerade (Symbolbild; KI-generiert)
AfD-Maskerade (Symbolbild; KI-generiert)

Gehalt verdoppelt – und das ohne Debatte

Ausgerechnet jene Partei, die regelmäßig Diätenerhöhungen bei anderen Parteien anprangert, hat in der eigenen Bundestagsfraktion kräftig zugeschlagen: Alice Weidel und Tino Chrupalla erhalten nun 12.000 Euro monatlich zusätzlich zu ihren Abgeordnetenbezügen – insgesamt rund 24.000 Euro monatlich. Auch die restliche Fraktionsspitze genehmigte sich Zulagen von bis zu 6.000 Euro pro Kopf.

Bemerkenswert ist nicht nur die Höhe der Zahlungen, sondern auch der Ablauf: Laut Berichten wurde die Gehaltserhöhung am Ende einer Fraktionssitzung eingebracht, als viele Abgeordnete schon nicht mehr aufmerksam oder anwesend waren. Schriftlich waren keine konkreten Summen genannt, erst auf Nachfrage wurden die Beträge eingeräumt.

Absurd finden das auch AfD-Abgeordnete, in der Fraktion grummelt es vernehmlich. „Unverschämt“, findet einer im Gespräch mit t-online die Erhöhung der Zulagen. Vor allem, da mancher im Fraktionsvorstand kaum Leistung erbringe. (t-online.de, 1.7.25)

Wenige Wochen zuvor war es ausgerechnet die AfD, die – ganz nach dem Motto „außen hui, innen pfui“ lautstark gegen die automatische Diätenerhöhung für alle Abgeordneten polemisiert hatte.

Ausschluss eines Rechtsextremen

Einige Tage später schloss die AfD den Dortmunder Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich aus der Partei aus – vorerst. Helferich hatte sich in der Vergangenheit selbst als das „freundliche Gesicht des Nationalsozialismus“ bezeichnet, sprach in internen Chats von „Viechern“ mit Migrationshintergrund und forderte öffentlich eine „Remigration“ auch von Menschen mit deutschem Pass. (spiegel.de, 6.7.25) Erst im Mai waren Mails mit NS-affinen und antisemitischen Inhalten bekannt geworden, die Helferich innerhalb seiner damaligen Burschenschaft Frankonia Bonn verschickt haben soll.

Der Parteiausschluss wurde vom NRW-Landesschiedsgericht beschlossen, ist aber noch nicht rechtskräftig. Helferich will dagegen juristisch vorgehen. Wie zerrissen die Landespartei in Nordrhein-Westfalen ist, zeigt, dass Helferich im Frühjahr trotz seiner Vorgeschichte auf einen vorderen Listenplatz für die Bundestagswahl gesetzt und nach seiner Wahl geräuschlos in die Bundestagsfraktion aufgenommen wurde.

Neues Parteipapier: Alte Inhalte, neue Verpackung

Ein erst am vorletzten Wochenende präsentiertes Positionspapier der AfD-Bundestagsfraktion verzichtet bewusst auf Begriffe wie „Remigration“ und „Leitkultur“. Stattdessen heißt es nun: Zuwanderung begrenzen, Rückführung erleichtern, Einbürgerung erschweren. Die Ziele bleiben unverändert, doch die Wortwahl ist nach der Hochstufung durch den Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“, dem drohenden Verbotsverfahren und der Argumentation des Gerichts im Verbotsverfahren gegen Compact strategisch angepasst.

Der Hintergrund ist offensichtlich: Der Begriff „Remigration“ wurde vom deutschen Verfassungsschutz und dem Gericht, das über das Compct-Verbot entschied, als klar rechtsextremistisch bzw. verfassungsfeindlich eingestuft. Indem die AfD solche Begriffe meidet, versucht sie, juristische Angreifbarkeit zu verringern, ohne von ihrer Ideologie abzurücken. Fraktionsmitglieder wie Lars Schieske sagen das sogar offen: „Ob Remigration oder Rückführung – der Begriff mag sich ändern. Doch das Ziel bleibt dasselbe.“ (Website Schieske, 5.7.25)

Inhaltlich fordert das neue Papier weiterhin Massenabschiebungen, einen generellen Asylstopp, das Ende der Energiewende und die Aufhebung der Russland-Sanktionen. Auch die Wiedereinführung der Wehrpflicht steht erneut auf der Agenda. Von einer echten politischen Mäßigung kann keine Rede sein.

Strategie statt Substanz: Die AfD will regierungsfähig erscheinen

Die AfD-Spitze unter Weidel und Chrupalla verfolgt offenbar das Ziel, die Partei für konservative Wähler*innen anschlussfähig zu machen und langfristig vielleicht sogar koalitionsfähig mit der Union. Dazu gehören ein bürgerlicher Ton, professionelle Außendarstellung und weniger öffentliche Skandale. Doch hinter dieser Maskerade bleibt die Partei das, was sie ist: autoritär, nationalistisch, rassistisch.

Eine geleakte Powerpoint-Präsentation skizziert, wie die AfD an die Macht gelangen will.

Die Strategie der AfD besteht demnach darin, die Gesellschaft weiter zu spalten. Die rechtsextreme Partei will die „Wählerschaft“ mittels Kulturkampf in ein „bürgerlich-konservatives Lager“ und ein „linksradikales Lager“ entzweien. Dadurch soll sich auch die Union weiter von SPD und Grünen entfernen und die ohnehin bröckelige „Brandmauer“ stürzen. Die AfD will dafür insbesondere „die Gegensätze zwischen Union und SPD unüberbrückbar machen“. Damit CDU/CSU am Ende – so stellt die rechtsextreme Partei es sich offenbar vor – nichts anderes übrig bleibe, als mit der AfD zu koalieren. (zvw.de, 7.7.25)

In einem neuen Verhaltenskodex für Bundestagsbgeordnete will sich die AfD gemäßigter geben. Doch noch während der Klausur, bei der dieser Kodex beschlossen wurde, holte Alice Weidel verbal aus und verglich die SPD mit dem Hitler-Regime. Alice Weidel nutzte auch die erste Bundestagssitzung nach dem hinausposaunten Mäßigungsgebot für einen rassistischen Rundumschlag – zwei blitzartige Rückfälle in das bekannte Provokationsmuster. Es werden keineswegs die einzigen bleiben.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: AfD | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Rechtsextremismus | Weite Welt

Verwandte Beiträge

  • 31. Mai 2025
    „Am Arsch lecken“ – Matthias Helferich strampelt gegen neue NS-Nähe-Vorwürfe
    Matthias Helferich (Screenshot Mediathek Deutscher Bundestag 22.5.25; Nachbearbeitung SdR)
  • 7. Mai 2025
    FPÖ und AfD – Wer ist rechtsextrem(er)?
    Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die AfD als gesichert rechtsextremistisch ein (Pressemitteilung BfV)

Beitragsnavigation

« Erste Verfahren gegen homophobe Hassverbrecher
Der nächste Identitäre im Parlament: FPÖ holt Gernot Schmidt als Mitarbeiter »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter