Die Phantasien der Rechtsextremen

Face­book-Accounts divers­er „Einzelfälle“ leeren sich in let­zter Zeit beson­ders oft, und manch­mal gehen sie auch offline. So auch im Fall von Bernadette Con­rads, deren Aktiv­itäten wir vor kurzem veröf­fentlicht haben. Nur: Löschen macht nichts ungeschehen und vertreibt erst recht keine Gesin­nung. Auf eine Reak­tion seit­ens des FPÖ-Par­la­mentsklubs oder von Con­rads Vorge­set­zten Chris­t­ian Pewny warten wir bish­er vergeblich.

Bei Con­rads ist auch ein Phänomen bemerk­bar, das sehr oft bei recht­sex­tremen Hatekom­mentaren anzutr­e­f­fen ist: Frauen sind nicht nur häu­figer als Män­ner Opfer von Hass und Het­ze, wer­den entwed­er im Zusam­men­hang mit Ausse­hen und Klei­dung beschimpft und belei­digt, son­dern sind auch beliebtes Ziel von sex­u­al­isierten Phan­tasien. Nach­fol­gen­des Post­ing, das Con­rads von der recht­sex­tremen Het­z­plat­tform „unzen­suri­ert“ geteilt hat­te, ist mit den Kom­mentaren ein Beispiel dafür.

Der Titel reicht ver­mut­lich, um die Phan­tasien von Con­rads und ihrer Face­book-Kumpa­nen in Gang zu set­zen – Ras­sis­mus inklusive.



In diesem Fall gilt, was über Kom­mu­nika­tion sehr oft zu sagen ist: Die Äußerun­gen sagen alles aus über diejeni­gen, die sie getätigt haben und wenig oder nichts über jene, über die gere­det wurde. Wir haben von Con­rads mehr Mate­r­i­al in dieser Art – auch gegen Poli­tik­erin­nen –, verzicht­en jedoch auf die Veröf­fentlichung, weil hier das zutrifft, wom­it dieser FB-Dia­log seinen Aus­gang genom­men hat: „Graus­lichkeits­fak­tor steigt grad gegen unendlich.“ Herr Abeord­neter Pewny, noch immer kein Grund, um zu reagieren?