Feldkirch: Handyhülle mit Hakenkreuz

Weil er im Inter­net eine Handy­hülle mit Hak­enkreuz bestellt hat, ist er aufge­flo­gen. Jet­zt musste sich der 32-jährige Deutsche deshalb wegen NS-Wieder­betä­ti­gung ver­ant­worten. Die Liste der ihm in der Anklageschrift vorge­wor­fe­nen Tatbestände ist um einiges länger aus­ge­fall­en als das Aus­gangs­de­likt. Die Geschwore­nen erkan­nten auf schuldig und das Gericht ver­hängte deshalb eine bed­ingte Haft­strafe von 12 Monat­en und eine unbe­d­ingte Geld­strafe von 1.440 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Wegen der Vielzahl an Tathand­lun­gen hat­ten die Geschwore­nen einen umfan­gre­ichen Kat­a­log von Fra­gen abzuar­beit­en. Nicht in allen elf Fra­gen urteil­ten sie ein­stim­mig, aber doch sehr deut­lich, dass Ver­stöße gegen das Ver­bots­ge­setz gegeben seien. Die Handy­hülle mit dem Hak­enkreuz habe er einem Fre­und zum Geburt­stag schenken wollen, ver­ant­wortete sich der Angeklagte. Zu den übri­gen Fun­den und Aktiv­itäten im Inter­net gab er nur die Antwort, „er sei eben dumm gewe­sen und könne nicht sagen, warum er das alles gemacht habe“ (ORF Vorarl­berg).

Bei zwei Haus­durch­suchun­gen wur­den NS-Devo­tion­alien gefun­den, im Inter­net hat der Mann über mehrere Jahre NS-Sym­bole ver­wen­det, sein Pro­fil­bild auf What­sApp war Hitler und auch seinen Kör­p­er zierten einige ein­schlägige Tätowierun­gen. Das reicht in der Regel für eine Verurteilung nach dem Verbotsgesetz.