We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Wien: Diversion für Hetzposting auf Straches FB-Seite

Als sich im Okto­ber 2016 ein psy­chisch kran­ker syri­scher Asyl­wer­ber in Wien-Favo­ri­ten vor eine Stra­ßen­bahn leg­te, danach vor ein Auto und schließ­lich auf das Dach einer Bim klet­ter­te, um sich durch einen Griff auf die Ober­lei­tung selbst zu töten, teil­te FPÖ-Par­tei­chef Stra­che auf Face­book einen Link zum ent­spre­chen­den „Krone“-Bericht und kom­men­tier­te den Sui­zid-Ver­such zynisch mit „Fas­sungs­los!“, wor­auf etli­che sei­ner Fans kom­plett die Fas­sung verloren.

13. Feb. 2017

Für den Pon­ti­us-Pila­tus-Kom­men­tar von Stra­che gab es mehr als 4.700 Likes und 1.400 Shares. In vie­len der 1.000 Kom­men­ta­re wur­de gehetzt, was das Zeug hielt. Die „Tiro­ler Tages­zei­tung“ (3.11.16), die damals wie vie­le ande­re Medi­en über die­se Hass­or­gi­en berich­te­ten, schrieb:

Die Inten­si­tät der Pos­tings, die sich zwi­schen Unver­ständ­nis, Spott und offe­nem Ras­sis­mus bewe­gen, vari­iert. Der scho­ckie­rend hass­erfüll­te Tenor zieht sich aber durch den Groß­teil der Kom­men­ta­re. So man­cher Stra­che-Fan wünsch­te dem Mann gar den Tod. „I hätt nit gebremst“ oder „Ja so ver­geht die Zeit. Frü­her hat­ten wir dazu Duschen. Und gleich dane­ben den Hei­zungs­raum“, ist unter ande­rem zu lesen.

Das Posting von HC Strache auf Facebook - das die entsprechenden Kommentare auslöste...
Das Pos­ting von HC Stra­che auf Face­book — das die ent­spre­chen­den Kom­men­ta­re auslöste

Am 9.2. muss­te sich eine Pos­te­rin vor dem Lan­des­ge­richt Wien wegen Belei­di­gung ver­ant­wor­ten. Sie hat­te fol­gen­den Kom­men­tar zu Stra­ches Mel­dung abgegeben:

„Scha­de, dass er nicht ver­reckt ist mit’n Strom­schlag. Und er hat fix einen Scha­den ver­ur­sacht am Fahr­zeug, und wer bezahlt das dem Fahr­zeug­hal­ter? Genau nie­mand, weil so ein dre­cki­ger Aus­län­der glaubt, er muss durch­dre­hen in unse­rem Land. Raus damit!”

Vor Gericht ver­such­te es die Frau (übri­gens selbst zuge­wan­dert) mit der Stan­dard-Aus­re­de, ihr Face­book-Pro­fil sei gehackt wor­den. Ihr Anwalt brach­te dafür Ex-Freun­de und sogar Arbeits­kol­le­gen ins Spiel. Nach einer ein­ge­hen­den Beleh­rung des Rich­ters leg­te die Frau dann aber doch ein Geständ­nis ab.

Wegen einer Tren­nung sei sie damals wohl etwas aus der Fas­sung gewe­sen, außer­dem hät­ten Asyl­wer­ber ihren Zaun demo­liert. Es sei ein Black­out gewe­sen damals, mitt­ler­wei­le habe sie ihr Face­book-Pro­fil gelöscht. Der Rich­ter ent­schied sich dann für die bereits ange­kün­dig­te diver­sio­nel­le Erle­di­gung: 400 Euro Buß­geld und die Ver­fah­rens­kos­ten von 200 Euro muss die Frau zah­len und ent­geht somit einer Ver­ur­tei­lung. Die Staats­an­walt­schaft gab aller­dings noch kei­ne Erklä­rung ab. Ein Bericht über die Ver­hand­lung ist – aus­ge­rech­net – auf krone.at (9.2.17) zu finden.

Die Staats­an­walt­schaft Wien hat­te schon im Okto­ber 2016 ange­kün­digt, von Amts wegen die zahl­rei­chen het­ze­ri­schen Pos­tings unter dem Stra­che-Kom­men­tar auf ihre straf­recht­li­che Rele­vanz zu prü­fen. Erst als der Grund für den psy­chi­schen Aus­nah­me­zu­stand des jun­gen Syrers bekannt wur­de, der kurz zuvor die Nach­richt bekom­men hat­te, dass sein Vater bei einem Bom­ben­an­griff in Damas­kus ums Leben gekom­men ist, nah­men die Admins der Stra­che-Sei­te ver­ein­zelt Löschun­gen vor — wobei: „Sich zu distan­zie­ren oder gar eine Rich­tig­stel­lung zu publi­zie­ren lag der FPÖ aller­dings fern.“ (Tiro­ler Tageszeitung)

Und wei­ter im Bericht der „Tiro­ler Tages­zei­tung“ vom 17.10.16:

Sehr rasch zen­siert wur­den hin­ge­gen Kom­men­ta­re von Kri­ti­kern wie Klaus Schwert­ner (Geschäfts­füh­rer Cari­tas Wien), Flo­ri­an Klenk (Chef­re­dak­teur Fal­ter) oder Julya Rabi­no­wich (Schrift­stel­le­rin). Schwert­ner warf der FPÖ einen frag­wür­di­gen Umgang mit der Mei­nungs­frei­heit vor, denn es wür­den zwar Gewalt­auf­ru­fe auf der Face­book-Sei­te gedul­det, sein „Auf­ruf zur Mäßi­gung“ sei hin­ge­gen gelöscht worden.
FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär Her­bert Kickl begrün­de­te die zöger­li­chen Löschun­gen der Hass­pos­tings mit Res­sour­cen­man­gel und das obwohl man mit dem Social-Media-Team „erheb­li­che Mit­tel“ ein­set­ze, um die Kom­men­ta­re „umfas­send zu kon­trol­lie­ren“. Es sei „ungleich schwe­rer“, Sei­ten, „die sich einer der­art gro­ßen Reich­wei­te erfreu­en“ wie Stra­ches Face­book-Auf­tritt, lücken­los zu kon­trol­lie­ren. „In Ein­zel­fäl­len“ kön­ne es auf­grund der Viel­zahl der Kom­men­ta­re län­ger dau­ern und ein „gewis­ser Rück­stau“ — wie am Wochen­en­de — ent­ste­hen, der nach und nach abge­ar­bei­tet wer­den müs­se, so Kickl.
Kri­ti­sche Kom­men­ta­re auf den FPÖ-Sei­ten wür­den vor allem dann gelöscht, wenn „offen­sicht­lich“ sei, dass sie nur dazu dien­ten, „Gegen­re­ak­tio­nen zu erzeu­gen und die Dis­kus­si­on wei­ter anzuheizen.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: FPÖ | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Verhetzung | Wien

Beitragsnavigation

« Braunau am Inn: Hitler-Doppelgänger unterwegs
Braunaus steirischer Hitler und sein „Arbeitertum“ »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter