Ried im Innkreis: „Freeman“ vor Prozess

Wie die „Oberöster­re­ichis­chen Nachricht­en“ bericht­en, muss der näch­ste „Free­man“ (45) wegen schw­er­er Nöti­gung und betrügerisch­er Kri­da vor Gericht. Er hat zulet­zt einen Gerichtsvol­lzieher gefährlich bedro­ht und durch eine fik­tive Forderung von mehreren Mil­lio­nen bzw. einen Ein­trag in das UCC-Schulden­reg­is­ter in Wash­ing­ton ver­sucht, einen Richter des Bezirks­gerichts und den Gerichtsvol­lzieher zur Unter­las­sung weit­er­er Schritte zu nötigen.

Gestern haben wir über den „Free­man“ berichtet, der den Bürg­er­meis­ter von Gars/Kamp und weit­ere (Amts-) Per­so­n­en mit ein­er fik­tiv­en Forderung bzw. Ein­trag in das UCC-Schulden­reg­is­ter unter Druck set­zen wollte. Er muss sich am 30. Jän­ner in Krems wegen ver­suchter Erpres­sung verantworten.

Anfang Feb­ru­ar muss jet­zt jen­er „Free­man“ aus dem Bezirk Brau­nau beim Lan­des­gericht Ried als Angeklagter auf­marschieren, der im Novem­ber des Vor­jahres unter Ein­satz des Son­dere­in­satzkom­man­dos Cobra festgenom­men, aber am näch­sten Tag wieder freige­lassen wurde. Als Grund für die Freilas­sung gab der Sprech­er der Staat­san­waltschaft an: „Der Mann gab an, dass ihm die Trag­weite sein­er Hand­lun­gen nicht bewusst gewe­sen sei. Er räumte ein, dass sein Ver­hal­ten falsch gewe­sen sei. Ange­blich will er sich von der Szene der Staatsver­weiger­er dis­tanzieren” (OÖN, 15.11.2016).

Offen ist auch noch, wie die Jus­tiz mit jen­er OPPT-Anhän­gerin – eben­falls aus dem Bezirk Brau­nau – umge­hen will, die sich im Juni 2016 ein­er Verkehrskon­trolle wider­set­zt und dabei einen Polizis­ten ver­let­zt hat­te. Als sie zur Ver­hand­lung nicht erschien und polizeilich vorge­führt wer­den sollte, ver­schanzte sie sich in ihrer Woh­nung: „Durch eine geschlossene Glastür sahen die Polizis­ten, dass die 48-Jährige mit einem 25 Zen­time­ter lan­gen Küchen­mess­er hin­ter der Tür lauerte (OÖN, 25.8.2016). Auch bei ihr musste die Cobra zur Fes­t­nahme ausrücken.

Wegen der Vor­würfe bzw. Aktio­nen vom Juni wurde sie zu sechs Monat­en bed­ingter Haft verurteilt, hat aber wegen der erneuten gefährlichen Dro­hung und des Wider­standes gegen die Staats­ge­walt ein neues Ver­fahren zu erwarten. Auch diese Frau (48) hat mehrere Zahlungsauf­forderun­gen an Richter und Staat­san­wälte geschickt: „In diesen Schreiben fordert die Frau die Jus­tiz zu Zahlun­gen zwis­chen 100.000 Euro und sieben Mil­lio­nen Euro auf. Als Grund wird unter anderem „ille­gale Frei­heits­ber­aubung” angegeben“ (OÖN, 15.11.2016).

Auf­grund eines psy­chi­a­trischen Gutacht­ens hat die Staat­san­waltschaft Ried den geplanten Strafantrag gegen die Frau zurück­ge­zo­gen und stattdessen einen Antrag auf Unter­bringung in ein­er Anstalt für geistig abnorme Rechts­brech­er gestellt, über den ein Schöf­fen­gericht entschei­den muss. Im Gutacht­en wird fest­gestellt, dass die Frau nicht zurech­nungs­fähig, aber sehr gefährlich sei.