Gars (NÖ): „Freeman“ wegen versuchter Erpressung vor Gericht

Auf die Summe von 10,3 Mil­lio­nen Euro wurde der Bürg­er­meis­ter von Gars/Kamp von einem „Free­man“ geklagt. Der wollte diverse Gebühren nicht bezahlen und wurde deshalb exeku­tiert. Die Rache des „Free­man“: er klagte den Bürg­er­meis­ter auf die gewaltige Summe von 10,3 Mil­lio­nen Euro. Die öster­re­ichis­che Jus­tiz reagierte noch im Dezem­ber 2016 mit Unter­suchung­shaft. Am 30. Jän­ner wird gegen den „Free­man“ in Krems wegen ver­suchter Erpres­sung verhandelt.

Was der „Free­man“ aus Gars nicht bezahlen wollte, führte „meinbezirk.at“ in seinem Bericht vom 10.1.2017 aus:

„Dem Mann aus dem Bezirk Horn wird vorge­wor­fen, als Eigen­tümer ein­er Liegen­schaft und damit abgabepflichtige Per­son bezüglich Mül­lab­fuhrge­bühren, Gemein­dege­bühren, Sozialver­sicherung und Gerichts­ge­bühren, ver­sucht zu haben, sich der Gebühren­zahlung zu entziehen“.

Der „Free­man“ brachte daraufhin eine Klage über 10.3 Mil­lio­nen Euro in einem US-Reg­is­ter (Uni­form Com­mer­cial Code) ein und ver­sucht, diese behauptete Schuld des Bürg­er­meis­ters und weit­er­er fünf Per­so­n­en bei einem mal­te­sis­chen Gericht durchzuset­zen. Absurd? Ja, aber Realität.

Landesgericht Krems - vor dem sich der "Freeman" wiederfinden wird... - Bildquelle: Gemeinfrei.

Lan­des­gericht Krems — vor dem sich der „Free­man” wiederfind­en wird… — Bildquelle: Wikipedia/gemeinfrei.

Per­so­n­en, die sich als „Sou­veräne“, „Free­man“, „Reichs­bürg­er“, „Ter­ranier“ usw. beze­ich­nen, sind seit einiger Zeit auch in Öster­re­ich aktiv und leg­en sich immer wieder mit Behör­den der Repub­lik an, denen sie jegliche Legit­im­ität abstre­it­en. Häu­fig geht es dabei um Ver­wal­tungsstrafver­fahren wegen hin­ter­zo­gen­er Gebühren, nicht bezahlter Strafge­bühren usw. Im Falle der gegen den Gars­er Bürg­er­meis­ter von einem „Free­man“ angestrengten Klage wegen ein­er behaupteten Schuld in der Höhe von 10,3 Mil­lio­nen Euro reagierte die Staat­san­waltschaft Krems mit ein­er Strafanzeige wegen ver­suchter Erpressung.

Am 30. Jän­ner soll gegen den „Free­man“ in Krems deswe­gen ver­han­delt wer­den. Das Lan­des­gericht Krems hat bere­its reich­lich Erfahrung mit „Free­man“ und anderen aus der Groß­gruppe der Reichs­bürg­er. Zulet­zt, als am 9.7.2015 gegen den ehe­ma­li­gen FPÖ-Man­datar Wolf­gang Fröh­lich wieder ein­mal wegen Holo­caustleug­nung nach § 3h Ver­bots­ge­setz ver­han­delt wurde, hat die „Freeman“-Bewegung zum Besuch der Hauptver­hand­lung aufgerufen, um den Nazi zu unterstützen.