Salzburg: Ein Jahr für Wiederbetätigung

Es war ein Blitzprozess, der da am 13.12.2016 am Salzburg­er Lan­des­gericht vor Geschwore­nen abgewick­elt wurde. Ein Angestell­ter (26) aus St.Johann/Pongau stand wegen Wieder­betä­ti­gung vor Gericht, weil er im Vor­jahr 13 Mal Bilder und Videos mit NS-Bezug im Inter­net gepostet hat­te. Alko­hol und Arbeit­slosigkeit hät­ten zu dem „Blödsinn“ geführt, so der Angeklagte, der sich geständig und ein­sichtig zeigte.

Verhandlung vor dem Landesgericht Salzburg - Bildquelle: Wikipedia/Andreas Praefcke, frei unter CC 3.0.

Ver­hand­lung vor dem Lan­des­gericht Salzburg — Bildquelle: Wikipedia/Andreas Prae­fcke, frei unter CC 3.0.

Der Staat­san­walt sprach davon, dass es sich beim Angeklagten um keinen „typ­is­chen Neon­azi“ han­dle, der Vertei­di­ger ergänzte, dass sein Man­dant sein Leben wieder in den Griff bekom­men habe und der Angeklagte selb­st meinte: „Als die Polizei kam, hat sich alles geän­dert“ (Kro­ne Salzburg, 14.12.16). – Lei­der funk­tion­iert das so nicht allzu oft.

Nach 15 Minuten Ver­hand­lung gab es schon die Schlussplä­doy­ers, nach ein­er Stunde dann das Urteil. Die Geschwore­nen sprachen den Pon­gauer zwar für schuldig, es set­zte aber nur die Min­dest­strafe von einem Jahr (bed­ingt). Das Urteil ist rechtskräftig.