Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 4 Minuten

Hofer und der schale Nachgeschmack von Unwahrheit – Teil II

Norbert Hofer hat im Interview bei Armin Wolf (ZIB 2, 16.11.16) Alexander Van der Bellen (VdB) als „Kommunisten“ tituliert. Mit dieser plumpen Unterstellung wollte Hofer nicht nur VdB für potenzielle konservativen WählerInnen madig machen, sondern auch von einer Feststellung ablenken, die Wolf über Hofers Büroleiter getroffen hat. Trotz etlicher Nachfragen blieb Hofer eine eindeutige Antwort schuldig.

29. Nov. 2016

Der Interviewverlauf ist ein Musterbeispiel dafür, wie Norbert Hofer präzisen Fragen ausweicht und durch den Angriff auf VdB auf andere Themen ausweichen will. Bei einem Interviewer wie Armin Wolf kommt er damit nicht durch, aber auch der kann nicht mehr tun als festzuhalten: „Herr Hofer, Sie weichen mir aus!“

Die Fragen zum Büroleiter

Armin Wolf: Bleiben wir noch kurz beim angeblichen Kommunisten Van der Bellen. Diese Wahl, von der er schon erzählt hat, die war, als er Anfang 20 war, bei einer Gemeinderatswahl in Innsbruck. Jetzt, in diesem Alter, mit Anfang 20, war Ihr Büroleiter, den Sie mit in die Hofburg, in die Präsidentschaftskanzlei nehmen möchten, rund um die Wehrsportgruppe des Neonazis Küssel aktiv. Nach Ihren Kriterien, wie Sie Van der Bellen beurteilen, wäre Ihr Büroleiter ein Neonazi.

Norbert Hofer: Nein. Denn Sie verwechseln jetzt ihn mit seinem Bruder …

Wolf: Nein, verwechsle ich nicht.

Hofer: … Der auch verurteilt worden ist, der seine Strafe abgesessen hat.

Wolf: Genau. Und er war auch in dieser, er war in dieser Gruppe aktiv. Es gibt Fotos davon.

Hofer: Und es gibt, es gibt…. Es gibt keine Sippenhaftung in Österreich.

Wolf: Aber er war aktiv dort.

Hofer: Ja, aber trotzdem. Es gibt keine Sippenhaftung in Österreich.

Wolf: Ich mache keine Sippenhaftung.

Hofer: Und es gibt auch ein interessantes Buch vom ehemaligen Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, wo er genau diese Verbindungen, Kommunismus, Peter Pilz, Van der Bellen auch aufzeigt. Und das kann man nicht wegwischen.

Wolf: Herr Hofer, Sie weichen mir aus. Ich habe Sie nach Ihrem Büroleiter gefragt. Der war vor 20 Jahren, nicht vor 50 Jahren, wie Van der Bellen bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl, vor 20 Jahren rund um eine Neonazi-Gruppe aktiv. Aber den würden Sie schon in die Präsidentschaftskanzlei mitnehmen?

Hofer: Mein Büroleiter ist seit vielen Jahren als Mitarbeiter aktiv. Wird auch von den anderen Büros geschätzt. Hat sich in seinem Leben überhaupt noch nie etwas zuschulden kommen lassen.

Wolf: Herr Van der Bellen auch nicht.

Hofer Norbert: Wurde nie, wurde nie angeklagt, nie verurteilt. Vielleicht ein Strafzettel wegen Schnellfahrens. Und deswegen lasse ich auch nicht zu, dass er hier in ein Eck gestellt wird, wo er nicht hingehört.

Die Fakten zum Büroleiter:

René Schimanek ist der Bruder von Hans Jörg Schimanek jun., der 1995 wegen NS-Wiederbetätigung zu acht Jahren Haft verurteilt worden war. Bruder Hans Jörg jun. war in den 80er und 90er Jahren neben Gottfried Küssel eine Leitfigur der Neonazi-Organisation „Volkstreue Außerparlamentarische Opposition“ (VAPO) und Anführer von deren „Kameradschaft Langenlois“, in der bei Wehrsportübungen unter anderem auch der Kehlenschnitt geübt wurde.

Nach Ansicht des „Kurier“-Redakteurs Kid Möchel war René Schimanek damals eher das „Beiwagerl“ seines großen Bruders – aber er war bei den Neonazis von VAPO bzw. Kameradschaft Langenlois dabei. Vermutlich wäre das Thema der politischen Gesinnung des Büroleiters von Norbert Hofer halb so interessant, wenn er bzw. Norbert Hofer hier eine klare Auskunft und Abrechnung mit der Vergangenheit legen würden.

Genau das tun beide aber nicht. Weder René Schimanek auf Anfrage des „Kurier“ (20.5.16) noch Norbert Hofer im Interview mit Armin Wolf. René Schimanek ist nicht nur auf einem Foto von Robert Newald zu sehen, wie er sich Seite an Seite mit seinem Bruder und Gottfried Küssel bewaffnet mit einem Holzprügel einen Weg bahnt.

Falter Bericht (49/97): Begabter Jungfreiheitlicher
Falter Bericht (49/97): Begabter Jungfreiheitlicher

Dank der für die Aufklärung nützlichen Angewohnheit von Gottfried Küssel, über seine Getreuen detailliert Buch bzw. Mitglieds- und Anwesenheitslisten zu führen, sind der Nachwelt zahlreiche dieser Dokumente erhalten. Aus ihnen geht z.B. nicht nur hervor, dass Küssel mit der Disziplin seiner Nazi-Kameraden zeitweise sehr unzufrieden war und sich darüber bitterlich bei seinen Gaubeauftragten beklagte, sondern dass er 1991 auch in einer Teilnehmerliste die Nazi-Kameraden penibel und handschriftlich den verschiedenen Kameradschaften (Langenlois, Wien, Korneuburg, Wiener Neustadt) zuordnete, René Schimanek so wie seinen Bruder und weitere der Kameradschaft Langenlois.

René Schimanek taucht schon zuvor in einer polizeilichen Niederschrift auf, in der ein Neonazi bestätigt, dass er an Wehrsportübungen in Ottenstein mit Hans Jörg Schimanek, dessen Bruder René und weiteren Neonazis teilgenommen habe. Es gibt also wenig Zweifel, wo sich René Schimanek damals – über mehrere Jahre hinweg – politisch und organisatorisch aufhielt. Eine Stellungnahme von ihm bzw. seinem Chef Norbert Hofer dazu wäre deshalb wohl angebrachter als Ausreden und Schweigen.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: FPÖ | Kamerad-/Bruderschaften | Neonazismus/Neofaschismus | Niederösterreich

Beitragsnavigation

« Hofer und der schale Nachgeschmack von Unwahrheit
Wien: Nazi-Schmiererei am Jüdischen Friedhof »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter