Leoben: Wiederbetätigung im Doppelpack

Gle­ich zwei Prozesse wegen Wieder­betä­ti­gung fan­den am Mon­tag, 17.10.2016, am Lan­des­gericht Leoben statt. Eine Frau (46) aus dem Bezirk Leoben war angeklagt, weil sie auf YouTube den Holo­caust geleugnet hat­te. In einem zweit­en Prozess war ein ein­schlägig vorbe­strafter Mürz­taler (29) aus Krieglach vor Gericht, weil er auf Face­book Nazi-Sprüche gepostet hat­te. In bei­den Fällen set­zte es Verurteilungen.

Verfahren vor dem Landesgericht Leoben - Bildquelle: Wikipedia/Plani, CreativeCommons 3.0.

Ver­fahren vor dem Lan­des­gericht Leoben — Bildquelle: Wikipedia/Plani, Cre­ativeCom­mons 3.0.

Die Frau aus dem Bezirk Leoben hat ver­mut­lich ein Video von Ursu­la Haver­beck geteilt und kom­men­tiert, in dem der Holo­caust als „die größte und nach­haltig­ste Lüge der Geschichte“ beze­ich­net wird. Die notorische Holo­caust-Leugner­in Haver­beck wurde schon mehrmals verurteilt, die Frau aus dem Bezirk Leoben, die sich vor Gericht geständig zeigte, kassierte zwölf Monate bedingt.

Was der Krieglach­er da auf Face­book gepostet hat­te, war den kurzen Mel­dun­gen von Kro­ne und Kleine Zeitung Steier­mark (bei­de vom 18.10.2016) nicht zu ent­nehmen. Wegen sein­er ein­schlägi­gen Vorstrafe fiel das Urteil dies­mal etwas härter aus: 18 Monate Haft, davon sechs Monate unbedingt.

Bei­de Angeklagten nah­men ihre Urteile an, die Staat­san­waltschaft erk­lärte sich noch nicht.