Österreichischer Redner bei deutschen ÖkofaschistInnen

Die NPD-nahe Zeitschrift „Umwelt & Aktiv“ ver­anstal­tete am 9. und 10. April dieses Jahres ihr erstes „Lesertr­e­f­fen“. Auch ein Öster­re­ich­er war als Ref­er­ent geladen.

Als Aus­tra­gung­sort diente dem Tre­f­fen die aus dem Umfeld des ver­bote­nen „Col­legium Humanum“ her­vorge­gan­gene „Gedächt­nis­stätte für die Krieg­sopfer des deutschen Volkes“ in Guth­mannshausen (Thürin­gen).


NPD-nahe Zeitschrift „Umwelt & Aktiv“; © antifainfoblatt.de

Unter den Vor­tra­gen­den der im Grenzbere­ich zum Neon­azis­mus anzusiedel­nden Ver­anstal­tung befand sich neben dem Burschen­schafter Philip Stein (Ini­tia­tive „Ein Prozent für unser Land“, bun­des­deutsch­er Intimus des öster­re­ichis­chen „Identitären“-Führers Mar­tin Sell­ner) mit Wal­ter Mari­novic auch ein umtriebiger recht­sex­tremer Pub­lizist aus Öster­re­ich, den das Burschen­schafter-Organ „Die Aula” als „österreichische(n) Kul­turkämpfer“ vorstellt. Dieser rief dem Bericht zufolge zu Wider­stand gegen „Massen­zuwan­derung” auf (Die Aula, Juni 2016, S. 44). Auch ließ er die ZuhörerIn­nen wis­sen, dass er in sein­er Zeit als Gym­nasiallehrer in Wien den späteren öster­re­ichis­chen Bun­deskan­zler Wern­er Fay­mann zu seinen Schü­lerIn­nen gezählt habe. In der Mai-Aus­gabe der „Aula“ hat­te sich ein Inser­at für die öko­faschis­tis­che Quar­tal­szeitschrift befunden.