Salzburg: Prozess gegen Holocaust-Leugnerin

Sie machte es auf Facebook: wie die „Salzburger Nachrichten“ in ihrer Print-Ausgabe vom 3.6.16 berichten , hat eine 53-jährige Frau aus dem Flachgau in einem Kommentar auf Facebook den Holocaust geleugnet und steht deshalb am 9. Juni wegen Wiederbetätigung vor einem Geschworenengericht . Die gebürtige Deutsche, die sich als „Autorin“ bezeichnet, schrieb unter anderem, dass während des Nationalsozialismus keine 6 Millionen Juden vergast worden seien.


Brillen der Ermordeten in Ausschwitz

Nur 6. 000 Juden seien in Lagern ums Leben gekommen , behauptete die Frau. Also ein klassischer Fall für eine Anklage nach § 3 h Verbotsgesetz, wo es heißt:

§ 3h. Nach § 3g wird auch bestraft, wer in einem Druckwerk, im Rundfunk oder in einem anderen Medium oder wer sonst öffentlich auf eine Weise, daß es vielen Menschen zugänglich wird, den nationalsozialistischen Völkermord oder andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost, gutheißt oder zu rechtfertigen sucht.

Die Frau hat aber auch noch ein Porträt von Adolf Hitler auf Facebook hochgeladen, mit einem Text versehen „und dessen verbrecherisches Wirken massiv verharmlost haben“ (SN, 3.6.16).