Hausdurchsuchung bei anderem Kandidaten

Bei dem Arzt Thomas Unden, der sich selb­st zu einem geeigneten Präsi­dentschaft­skan­di­dat­en erk­lärt hat, fand am Sam­stag, 27. Feb­ru­ar eine Haus­durch­suchung statt, die im Zusam­men­hang mit den Ermit­tlun­gen wegen des Ver­dachts der NS-Wieder­betä­ti­gung durch zehn Mitar­beit­er des Ver­fas­sungss­chutzes durchge­führt wurde, berichtete die Zeitung „Öster­re­ich“.

Unden, von dem die Info über die Haus­durch­suchung stam­men dürfte, beklagte nicht nur die Dauer der Haus­durch­suchung (vier Stun­den), son­dern auch, dass „sämtliche Lap­tops, Handys und Fest­plat­ten“ beschlagnahmt wor­den seien.

„Offen­bar ist man bestrebt, mich mit allen Mit­teln auszudämpfen“, jam­merte der Arzt in „Öster­re­ich“ und set­zte dann nach: „Da man mich aller Kom­mu­nika­tion­s­möglichkeit­en beraubt hat, ist es mir unmöglich gemacht wor­den, mich weit­er im Bun­de­spräsi­dentschafts-Wahlkampf via Face­book oder Ähn­lichem zu ver­bre­it­en“ (Öster­re­ich).

Da bastelt wohl ein­er an sein­er Dolch­stoßle­gende. Auf Face­book sind mehrere Seit­en gegrün­det wor­den, um eine Kan­di­datur von Thomas Unden für die Bun­de­spräsi­den­ten­wahl zu unter­stützen. Sog­ar eine Partei, die „Repub­likanis­chen Patri­oten Öster­re­ichs“ (RPÖ) hat den Arzt unter ihre Fit­tiche genom­men und will ihn in die Hof­burg tragen.

Klappt halt nicht so richtig- schon auf den ersten Metern nicht! Die Face­book-Gemein­schaft „Ich unter­stütze Dr. Thomas Unden bei der Präsi­den­ten­wahl 2016“ hat ihren let­zten Ein­trag am 20. Feb­ru­ar ver­fasst und gepostet: „Das Sam­meln der Unter­stützungserk­lärun­gen begin­nt“. Sei­ther ist tote Hose auf der Seite. Ähn­lich läuft es auf der Face­book-Seite „DDr.Thomas Unden – Präsi­dentschaft­skan­di­dat“. Im let­zten Ein­trag vom 3. März heißt es dort schon ziem­lich res­ig­na­tiv: „Viel Zeit ist nicht mehr. Es wer­den noch viele UNter­stützungserk­lärun­gen benötigt…..“. Der vor­let­zte Ein­trag stammt vom 21. Feb­ru­ar, was einem Poster den Kom­men­tar abringt: „Hier ist ja der Bär los!“.

Bleiben noch die „Repub­likanis­chen Patri­oten“. Die haben sog­ar ein eigenes „Unter­stützungskom­mi­tee“ (sic!) gegrün­det, das auf FB ein­er­seits als geschlossene Gruppe mit 190 Mit­gliedern tagt und ander­er­seits als öffentliche FB-Gruppe nur 87 Per­so­n­en gefällt. Da muss irgend­wo der Wurm drin­nen sein!

Auch beim Kan­di­dat­en möglicher­weise. Der kann sich näm­lich nur mehr undeut­lich an seine FB-Ein­träge erin­nern und meint, den Spruch „Unsere Ehre heißt Treue“ lediglich in „Bezug auf ein philosophis­ches Essay geschrieben“ (Öster­re­ich) zu haben.



Unden ver­gisst, dass er nicht nur „Unsere Ehre heißt .Treue“ gepostet hat, son­dern auch „Meine Ehre heißt Treue“
-

Da ver­gisst er, dass er nicht nur „Unsere Ehre heißt .Treue“ gepostet hat, son­dern auch „Meine Ehre heißt Treue“ – ohne jeden Bezug auf die Philoso­phie. Auch das Post­ing „Der Führer hat sich auch mit Leuten aller poli­tis­chen Lager getrof­fen und war trotz­dem bis zulet­zt nur der deutschen Nation verpflichtet“ deutet – so wie der Link zum nazis­tis­chen „Trutz­gauer Boten“ – nicht unbe­d­ingt auf philosophis­che Erörterun­gen des Arztes hin.