Erste Niederlage für „volkstreuen“ Anwalt

Der Linz­er Anwalt Klaus Burgholz­er, der sich selb­st als „volk­streu“ beze­ich­net und öffentlich angekündigt hat, aus­ländis­che Per­so­n­en, die in Öster­re­ich krim­inell wer­den, nicht mehr vor Gericht anwaltlich zu vertreten, hat eine erste Nieder­lage erlit­ten. Die oö. Anwalt­skam­mer hat seinen Antrag abgelehnt , von der Ver­fahren­shil­fe für einen osteu­ropäis­chen Verdächti­gen ent­bun­den zu wer­den, berichtet der „Kuri­er“.

Inter­es­sant wäre übri­gens, von dem Recht­san­walt zu erfahren, wie er aus­ländis­che Verdächtige, die er im Rah­men der Ver­fahren­shil­fe zugeteilt bekommt, oder die ihn gar frei­willig als Strafvertei­di­ger wählen, als Krim­inelle iden­ti­fiziert. Schließlich ist das die Auf­gabe ein­er Gerichtsver­hand­lung, wegen der ein Verdächtiger bzw. Angeklagter ja einen Vertei­di­ger hat. Naja, das sind ver­mut­lich Kleinigkeit­en, die einen volk­streuen Anwalt nicht so stören……

Gegen die Entschei­dung der Anwalt­skam­mer hat Burgholz­er Beru­fung ein­gelegt, ein diszi­pli­nar­rechtlich­es Ver­fahren gegen ihn ist noch offen.