100.000 Euro für FPÖ und Geert Wilders

Am 27. März dieses Jahres war der nieder­ländis­che Recht­saußen –Poli­tik­er Geert Wilders auf Ein­ladung der FPÖ in Wien. Der Jus­tizsprech­er der Grü­nen, Albert Stein­hauser, wollte über eine par­la­men­tarische Anfrage in Erfahrung brin­gen, wie hoch der finanzielle Aufwand der Repub­lik für den blauen Pri­vatbe­such war. Jet­zt liegt die Antwort der Innen­min­is­terin vor.

248 Exeku­tivbeamte, darunter eine Polizeiesko­rte mit Blaulicht und ein Polizei­hub­schrauber waren im Ein­satz, um damals den Kurza­uftritt des Has­spredi­gers in der Wiener Hof­burg zu begleit­en. Der gemein­same Auftritt von Wilders und Stra­che hat­te wirk­lich eine wesentliche Gemein­samkeit zu Tage gefördert: sie haben — ausgenom­men einige Has­s­blasen — wirk­lich nichts zu sagen. Der von bei­den vehe­ment vertretene Vorschlag, dass man poten­ziellen Jli­hadis­ten die Aus­reise nicht ver­weigern, sie aber nicht mehr zurück­kehren lassen sollte, ist nicht nur völ­lig unbrauch­bar und dumm, son­dern auch ver­fas­sungswidrig (bei öster­re­ichis­chen Staatsbürgern).


Blaulicht für Rechtsextreme
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Stra­che sprach damals von „Teufel­skriegern“, Wilders davon, dass man den Islam besiegen werde – das war’s dann schon wieder. Stra­che durfte sich über den Zus­pruch von Wilders und die öffentliche Aufmerk­samkeit freuen, Wilders, dessen Beliebtheit in den Nieder­lan­den im Sinken ist, über den zweifel­haften Glanz der FPÖ.

Der P.R.-Auftritt von Wilders für die FPÖ kostete die Repub­lik 100.000 Euro. Albert Stein­hauser: „Bestätigt hat sich, dass Geert Wilders, wie ein Staats­gast mit einem Kon­voi vom Flughafen abge­holt und von der Polizei mit Blaulicht und Mar­tin­shorn begleit­et wurde“.

Auf seinem Blog kom­men­tiert Stein­hauser den unzu­mut­baren Aufwand für den nieder­ländis­chen Has­spredi­ger und die FPÖ-Wer­bev­er­anstal­tung.