Innsbruck: Nazi-Trottel als Gaslieferant

Der „Stan­dard“ berichtet über einen Inns­bruck­er Gas­flaschen-Liefer­an­ten, der auf seinem Pro­fil­bild für What­sApp die Vis­age von Adolf Hitler auf eine Gas­flasche mon­tiert hat. Eine Kundin kon­tak­tierte daraufhin die Fir­ma Fla­ga, deren Mitar­beit­er der Liefer­ant ist. Dort war sie offen­sichtlich die erste Kundin, die sich über das Pro­fil­fo­to beschw­ert hatte!

Der Kon­text ist so ein­deutig und frap­pierend, dass man sich nur wun­dern kann, dass die Angele­gen­heit nicht längst angezeigt wurde: Gas­flasche mit Hitler­bild und darunter noch der zynis­che Text „Dafür ste­he ich mit meinem Namen“.

Die Fir­ma Fla­ga hat ihren Mitar­beit­er nicht ent­lassen, nach­dem sich der „reuig und zerknirscht“ gezeigt habe und „für sein Han­deln Gedanken­losigkeit und Dummheit ver­ant­wortlich“ gemacht habe. Der als LKW-Fahrer angestellte Liefer­ant sei mündlich und schriftlich ver­warnt wor­den und soll außer­dem eine Dis­tanzierung von NS-Gedankengut unter­schreiben. Die Fir­ma will dem Nazi-Trot­tel eine zweite Chance geben, bei einem weit­eren Vor­fall aber sofort eine frist­lose Ent­las­sung aussprechen.


Bild: Keystone/Florian Schuh
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Die Kundin ist laut „Stan­dard“ mit der Reak­tion des Unternehmens nicht ganz zufrieden: „Ich bin selb­st Migran­tin und werde mich kün­ftig schon etwas komisch fühlen, wenn ich von diesem Mann eine Liefer­ung bekomme. Ich weiß ja jet­zt, welch­es Gedankengut er ver­tritt, auch wenn er sich entschuldigt“.

Eigentlich wären in dieser Causa jet­zt die Ermit­tlungs­be­hör­den am Zug, um den Ver­dacht ein­er NS- Wieder­betä­ti­gung zu prüfen.

Quelle: Der Stan­dard.