Mauthausens Bürgermeister im Interview

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Der „Kurier“ (3.5.2015)befrag­te den Bür­ger­meis­ter von Maut­hau­sen, Tho­mas Pun­ken­ho­fer (SPÖ) über das Leben und die poli­ti­sche Arbeit in einer Gemein­de, die mit einem der schreck­lichs­ten NS-Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger iden­ti­fi­ziert wird.

Aus der Repor­ta­ge und dem Inter­view mit dem Bür­ger­meis­ter wol­len wir nur eine Pas­sa­ge her­aus­grei­fen. Der „Kurier“ fragt da:

„Ist es naiv anzu­neh­men, Maut­hau­sens Bewoh­ner sei­en von höhe­rer Sen­si­bi­li­tät geprägt, bei­spiels­wei­se weni­ger ausländerfeindlich?“

Und der Bür­ger­meis­ter antwortet:

„Wir sind kei­ne Insel der Seli­gen. Unse­re poli­ti­sche Gegen­sei­te, ich nenn’ sie FPÖ, ist es, die Angst schürt, immer nur auf den Bauch abzielt. Ein mäch­ti­ger Geg­ner. Bauch gegen Hirn, da tut sich das Hirn schwer. Ich möch­te mir nicht aus­ma­len, soll­te das offi­zi­el­le Maut­hau­sen nach der Gemein­de­rats­wahl von einem blau­en Vize­bür­ger­meis­ter ver­tre­ten wer­den, der im Gemein­de­rat gegen die Durch­füh­rung einer Gedenk­ver­an­stal­tung stimmt“.


Bild­quel­le: Anti­fa-Netz­werk OÖ
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In Maut­hau­sen besteht der Gemein­de­rat aus 31 Mit­glie­dern. Die SPÖ, die auch den Bür­ger­meis­ter stellt, ver­fügt über 17 Man­da­te (52,81% der Stim­men), die ÖVP über 8 (26,71%), die FPÖ über 4 (12,62%) und die Grü­nen über 2 Man­da­te (7,85%). Am 27. Sep­tem­ber 2015 wer­den die Gemein­de­rä­te in Ober­ös­ter­reich neu gewählt – auch der Landtag. 

Quel­le: Kurier, 3.5.2015