DÖW-Chef Baumgartner: Gewaltbereitschaft besorgniserregend

In einem Gespräch mit dem „Kuri­er“ kon­sta­tiert Ger­hard Baum­gart­ner, wis­senschaftlich­er Leit­er des Doku­men­ta­tion­sarchivs des Öster­re­ichis­chen Wider­standes (DÖW) eine „gestiegene Gewalt­bere­itschaft” an den Rän­dern der Gesellschaft, die besorgnis­er­re­gend sei. Kri­tik kommt von ihm am Umgang mit dem Verbotsgesetz.

Wie ist es um das gesellschaftliche Kli­ma bestellt, wenn Ableger der islam-kri­tis­chen „Pegi­da” in Wien demon­stri­eren oder wenn die Israelitis­che Kul­tus­ge­meinde über ver­mehrte Über­griffe klagt? „Mir macht vor allem die gestiegene Gewalt­bere­itschaft an den extrem­istis­chen Rän­dern Sor­gen”, sagt Ger­hard Baum­gart­ner, wis­senschaftlich­er Leit­er des Doku­men­ta­tion­sarchivs des Öster­re­ichis­chen Wider­standes, kurz DÖW, zum KURIER. (…)

Kri­tisch äußert sich Baum­gart­ner was den Umgang der Jus­tiz mit Ver­stößen gegen das Ver­bots­ge­setz ange­ht. „Von den jährlich 200 Anzeigen wegen des Ver­bots­ge­set­zes führen zehn Prozent zu Verurteilun­gen. Wenn ich mir anse­he, wie akribisch die Jus­tiz bei anderen Prozessen, Stich­wort Tier­schützer, am Werk ist, muss ich mich fra­gen, was hier los ist.”

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