Braunau/Inn: Scheinbar kapiert er’s nie

Seinen let­zten Auftritt vor dem Geschwore­nen­gericht hat­te er im April 2014. Sechs Monate bed­ingt kassierte er damals für NS-Wieder­betä­ti­gung. Es war nicht die erste und sie bleibt auch nicht die let­zte. Wie die OÖN bericht­en, hat der Staat­san­walt sein Ver­sprechen erfüllt und das Face­book-Pro­fil des Brau­nauers noch ein­mal über­prüfen lassen.

Wie groß der Anteil an Unbeküm­mertheit — man kann es auch Blöd­heit nen­nen – bei dem Ver­hal­ten des Brau­nauer Neon­azi ist, wird das Lan­des­gericht Ried auch im drit­ten Anlauf ver­mut­lich nicht fest­stellen kön­nen. Er war ja schon im Prozess 2014 eher ein­sil­big und ziem­lich dumpf. Auf die Frage der Rich­terin, wie er zu den „Vor­fällen“ im Drit­ten Reich ste­he, antwortete er: “Keine Ahnung, mir fällt dazu nix ein“.

Auf seinem FB-Pro­fil war ihm – par­al­lel zum Prozess! – allerd­ings einiges einge­fall­en: “Vom 4. April 2014 bis zum 27. April 2014 soll der Mann, für den die Unschuldsver­mu­tung gilt, mehrere ein­schlägig bekan­nte Zitate aus Adolf Hitlers „Mein Kampf” auf sein­er Face­book-Seite gepostet haben“.

Diese Ver­höh­nung hat sich die Staat­san­waltschaft zu Recht nicht gefall­en lassen und deshalb neuer­lich angeklagt. Am 3. März wird in Ried wieder über seine Wieder­betä­ti­gung ver­han­delt. Ob er’s dies­mal kapieren wird?