Heidenreichstein (NÖ): FPÖ- Hetze gegen Asylwerber

Der FPÖ Hei­den­re­ich­stein ist fast keine Het­ze zu blöd, kein Niveau zu tief. Außen­min­is­ter Kurz wird als „Pfos­ten“ beschimpft, Linke als Gesin­del, Arbeitss­cheue und Krim­inelle und Asyl­wer­ber als undankbares Gesin­del, wenn ihnen nicht ger­ade Krim­inelles unter­stellt wird. Jet­zt wurde die FPÖ Hei­den­re­ich­stein aber von den „Bezirks­blät­tern“ in fla­granti beim Ver­bre­it­en falsch­er Gerüchte erwis­cht.

In einem Fly­er zur Gemein­der­atswahl am Son­ntag, 25.1., beklagt FPÖ-Obmann Peter Immer­voll das Los vor allem der älteren Gen­er­a­tion, die ange­blich von der SPÖ und den „Gut­men­schen“ im Stich gelassen und vergessen wür­den, während „jedem Asy­lanten, von denen wir in unser­er Stadt mehr als genug haben (…..), Woh­nung, Strom, Heizung, Essen und so weit­er, von unserem Steuergeld bezahlt“ würde.

Die Prob­leme und Äng­ste wegen der Asyl­wer­ber wür­den „von der SPÖ und den Gut­men­schen belächelt und nicht ernst genom­men“, jam­mert Immer­voll weit­er und führt als Beleg an, dass ihm berichtet wurde „von ein­er Pros­ti­tu­ierten, welche der­art miss­braucht wurde, dass sie ins Kranken­haus musste“. Da hak­ten die „Bezirks­blät­ter“ ein und nach, befragten Immer­voll und auch die Polizei. Während sich Immer­voll nur auf einen anony­men Brief als Beweis beziehen kon­nte, demen­tierte die Polizei den von Immer­voll geschilderten Vor­fall kom­plett und sprach von ein­er schwan­geren Asyl­wer­berin, die Blu­tun­gen hat­te und ärztlich ver­sorgt wer­den musste:

Der Bezirk­spolizeikom­man­dant Brocks zu den „Bezirks­blät­tern“:

„Diese Anschuldigung durch ein anonymes Schreiben wurde uns auch bekan­nt. Es gab daraufhin dementsprechende polizeiliche Ermit­tlun­gen und die Vor­würfe kön­nen nicht bestätigt wer­den. Im Gegen­teil. Es stimmt, dass der Notarzt­wa­gen vor Ort war, um eine Frau ins Kranken­haus zu brin­gen. Dabei han­delte es sich um eine weit­ere Asyl­wer­berin, die auf Grund von Blu­tun­gen in der Schwanger­schaft ärztlich ver­sorgt wer­den musste. Das ist Stand der Ermit­tlun­gen“.

Und weit­er: “Die Behaup­tung, es wäre eine von Asyl­wer­bern miss­brauchte Pros­ti­tu­ierte gewe­sen, sei schlichtweg falsch, so Brocks. „Wer dieses anonyme Schreiben ver­fasst hat, hat möglicher­weise gese­hen, dass der Notarzt gekom­men ist, gese­hen, dass Asyl­wer­ber beteiligt waren, wusste aber nicht, worum es geht”, hält Brocks abschließend fest“.

Die Grü­nen Hei­den­re­ich­stein protestieren, der Bürg­er­meis­ter kom­men­tiert eher sehr zurück­hal­tend („Bess­er recher­chieren“) und SOS-Mit­men­sch fordert die Bun­desparteiführung der FPÖ auf, sich von dieser Het­ze der FPÖ Hei­den­re­ich­stein zu distanzieren.