Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Wien: AMS-Mitarbeiter hetzt

Der „Kurier“ berichtete in der Vorwoche über ein Flüchtlingsdrama, das sich vor der zypriotischen Küste ereignete und bei dem 350 Menschen durch ein Kreuzfahrtschiff aufgenommen und nach Zypern gebracht wurden. Weil die Flüchtlinge aber nach Italien wollten, wurden sie in den Kommentarspalten des „Kurier“ gnadenlos verurteilt. Mit dabei: ein AMS-Mitarbeiter mit einem Vernichtungsposting.

30. Sep. 2014

Der Beitrag des „Kurier“ („Polizei zwingt Bootsflüchtlinge von Bord“) ist noch immer online – auch die meisten Kommentare. Das Hass- Posting des AMS-Mitarbeiters wurde gelöscht. Es hatte folgenden Inhalt: „Würde der afrikanische Kontinent schneller untergehen, hätten wir auch kein Problem mit den Flüchtlingen! Atombomben sind ja schon erfunden!“

Der „Kurier“ konfrontierte das AMS Wien mit dem Posting des Mitarbeiters. Dort reagierte man mit dieser Stellungnahme: „Wir sind ehrlich bestürzt. Dieses Posting wird personalrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Welche das sein werden, ist zu früh zu sagen – dass eine solche Weltanschauung im AMS nicht geduldet wird, ist ganz klar.“ (Kurier, 30.9.2014) Die Reaktion des AMS ist sehr klar und eindeutig – es will auch noch erheben, ob der Mann in anderen Foren ähnliche Äußerungen getätigt haben.

Der Ursprungsbeitrag des „Kurier“ ist eine schlecht zusammengebastelte Agenturmeldung. In ihr darf der Sprecher des Kreuzfahrtbetreibers, dessen Schiff die Flüchtlinge aufgenommen hat, über die angeblich undankbaren Flüchtlinge jammern: „Das ist das Dankeschön. Wir haben sie gerettet, gefüttert und jetzt wollen sie das Schiff nicht verlassen. Wir werden ruiniert.“ Das Elend der Flüchtlinge, die mehrere Tage auf einem vollkommen überladenen Fischerboot bei stürmischer See über das Mittelmeer trieben, ihre guten (oder auch falschen) Gründe, auf Italien als Zielland zu bestehen, spielten in dem Beitrag überhaupt keine Rolle – Flüchtlinge kamen nicht zu Wort. Nur der Sprecher der Kreuzfahrtreederei durfte den Verlust von angeblich einigen Hunderttausend Euro beweinen, der durch den Ausfall einer Kreuzfahrt entstanden sei.

Schon der „Kurier“-Beitrag ist ein Teil des Problems, das sich dann nicht nur in dem Hass-Posting des AMS-Mitarbeiters, sondern auch in etlichen ignoranten und zynischen Kommentaren anderer fortsetzt. Aus völlig verzweifelten Flüchtlingen, die vor einem absolut mörderischen Bürgerkrieg fliehen und mit der Überfahrt ihr Leben riskieren, werden durch die giftige Botschaft des Reedereisprechers undankbare, nur auf ihren Eigennutz bedachte Störenfriede: „Wölfe im Schafspelz“, werden sie vom Poster „List E“ genannt, während sich „Peter Spitzensteuerzahler“ für den nächsten Funknotspruch wünscht: “Das nächste mal werden sie den Funk eben überhören.“ Gert Pichler denkt ähnlich: „Wenn sie nach Italien wollen, können sie ja hinüberschwimmen.“


Der „Kurier“- Beitrag ist ein Teil des Problems

Die meisten Poster sind wie Paul Wagner der Meinung, dass die Flüchtlinge in die Länder wollen, „wo es alles Gratis gibt wie Österreich, wo die Sozialen Gelder fließen, ohne etwas dafür zu tun. Dafür zahlen sich jene die fleißig schaffen dumm und dämlich.“

Diese dümmlichen bzw. zynischen Kommentare finden sich nach wie vor unkommentiert unter einem Beitrag, der geradezu zu Vorurteilen einlädt. „Hass-Posting mit Konsequenzen“, titelt der „Kurier“ seinen Beitrag über den AMS-Mitarbeiter. Die wären auch nicht schlecht für den „Kurier“-Bericht über die Bootsflüchtlinge und die andren Hass-Postings.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Hetze | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Wien

Beitragsnavigation

« Wien: Attacke auf die Rosa Lila Villa
Prozess wegen antisemitischem Kommentar »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter