Amstetten: Keine Entschuldigung für Hetze

Unser Bericht über die Face­book-Gruppe „Muss das sein – liebes Amstet­ten“ hat etliche Reak­tio­nen her­vorgerufen. Die Gratiszeitung „Heute“, der „Kuri­er“ (2.9.2014) und die „NÖN“ berichteten über unsere Kri­tik an der Het­zbotschaft, während die Betreiber der FB-Seite stur daran festhalten.

Die Aus­sage über die „südländis­chen Amstet­tner“, die „kak­er­lak­enähn­lich“ die Kinder­spielplätze beset­zen wür­den, sei nur „beschreibend“ und „nicht het­zerisch gemeint“, erk­lärte der Sprech­er der FB-Ini­tia­tive ein­mal mehr – keine Spur von Ein­sicht oder Entschuldigung. Die Ini­tia­tive kündigte an, sich selb­st anzuzeigen, um sich so „vom Vor­wurf des Recht­sradikalis­mus“ reinzuwaschen. Gegenüber der NÖN erk­lärte der Sprech­er der Gruppe, den Grü­nen Par­la­mentsklub kla­gen zu wollen: “Denn was da geschrieben wird, ist Ver­leum­dung und das lassen wir nicht auf uns sitzen“ (NÖN, 1.9. 20124)


Face­book-Gruppe „Muss das sein – liebes Amstetten”
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Auf ihrer FB-Seite jam­mert die Gruppe dann über ihr Schicksal:

„Was der „Grüne Par­la­mentsclub Wien” veröf­fentlicht hat auf sein­er Home­page ist für uns unter jed­er Würde, dass mit­tler­weile schon die Bun­despartei für die Gemein­deräte das Wort ergeifen muss ist denken wir Sinnbildlich, denn man sieht die Felle davon­schwim­men, aber dies spiegelt nur das Bild wieder bei ein­er Partei die einen „JOINT AUF REISEN” schickt. Hier stellt sich die Frage, wieso muss dies sein, oder gibt es genug die in diesen Rei­hen dies konsumieren?
Zu dem Artikel in der NÖN kön­nen wir nur sagen, fair bererichtet, denn wir sind was wir sind keine Nazi, Aus­län­der­has­s­er oder wie auch immer, wir sind PRO AMSTETTEN“
(Fehler im Original).

Den Kom­men­tar in der „NÖN“ haben die Betreiber der FB-Seite offen­sichtlich ignori­ert. Da schreibt der Redak­teur Her­mann Knapp nämlich:

„…Selb­st wenn man nicht gle­ich recht­sradikale Gesin­nung hin­ter der Aus­sage ortet, ist sie völ­lig deplatziert. Kak­er­lak­en (Küchen­sch­aben) wer­den von den meis­ten Men­schen – gelinde gesagt – als unap­peti­tliche und uner­wün­schte Schädlinge gese­hen. Ver­gle­icht man Per­so­n­en mit Kak­er­lak­en, dann ist das also keine Beschrei­bung, son­dern schlichtweg abwertend.
Grund­sät­zlich gilt: Wenn es auf Spielplätzen Prob­leme zwis­chen gebür­ti­gen Öster­re­ich­ern und Migranten gibt, dann wird eine Lösung der­sel­ben nur durch Gespräche möglich sein. Gemeinde oder Car­i­tas kön­nten sich­er geschulte Ver­mit­tler anbi­eten. Ver­bal Feuer ins Öl schon vorhan­den­er Ressen­ti­ments zu gießen, ist ganz bes­timmt der falsche Weg.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufü­gen – nur mehr der Hin­weis, dass auch auf der Seite selb­st die Kri­tik an der Het­zbotschaft zugenom­men hat. 


Kri­tik an der Hetzbotschaft
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