Klagenfurt: Urteil nach Nazi ‑Parolen in Disco

Bish­er hat nur die „Kärnt­ner Tageszeitung“ in ihrer Print-Aus­gabe vom 20.11.13 darüber berichtet, dass sich in Kla­gen­furt gestern ein 26-jähriger Früh­pen­sion­ist vor einem Geschwore­nen­gericht wegen des Ver­dachts der NS- Wieder­betä­ti­gung ver­ant­worten musste. Er war in ein­er Dis­co durch Nazi-Parolen wie „Heil Hitler“ und „Sieg Heil“ ein­schlägig aufgefallen.

Der Angeklagte ver­schwieg sich auch vor Gericht nicht und lieferte den selb­st für ihn erstaunlich blö­den Satz ab: “Ich mag keine Aus­län­der und keine Sozialschmarotzer“. Dass er Nazi-Parolen gerufen habe, bestritt der Früh­pen­sion­ist allerd­ings und meinte, er habe sich mit „Heil, Heil“ verabschiedet.

Der Ver­fas­sungss­chutz hielt allerd­ings in sein­er Woh­nung Nach­schau und fand ein Hitler-Bild und die Reich­skriegs­flagge. Ob weit­eres Mate­r­i­al gefun­den wurde, geht aus dem Bericht nicht her­vor. Ange­blich han­delt es sich bei dem Angeklagten um einen Einzel­gänger, der kein­er Grup­pierung angehört.

Die Geschwore­nen fol­gten der Recht­fer­ti­gung des Angeklagten nicht und urteil­ten, dass es sich um NS- Wieder­betä­ti­gung gehan­delt habe. Im Straf­maß von 16 Monat­en bed­ingt wurde auch eine ältere Strafe, die wegen eines Sucht­mit­telde­lik­ts aus­ge­sprochen wurde, berück­sichtigt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

(Quelle: Kärnt­ner Tageszeitung, 20.11.2013)