Klagenfurt: Haftstrafen für Neonazis

Ziem­lich unbe­merkt von der Öffentlichkeit fand am Mittwoch, 24.7., in Kla­gen­furt ein Geschwore­nen­prozess wegen NS-Wieder­betä­ti­gung gegen vier Män­ner im Alter von 19 bis 25 Jahren statt. Der aus­führlich­ste Bericht find­et sich auf orf.at.

Die vier Män­ner waren im April des Vor­jahres durch Kla­gen­furt gezo­gen und hat­ten dabei Plakate mit Nazi-Inhal­ten gek­lebt und auf Gebäude, Schilder und Radark­ästen NS-Parolen geschmiert.

Wie der ORF berichtet, tra­gen drei von ihnen eine Tätowierung mit den Ini­tialen „AB“ (für Aryan Broth­er­hood). Damit lassen sich die vier Neon­azis auch rel­a­tiv leicht in einen Kreis von Nazi-Skins einord­nen, die schon in den ver­gan­genen Jahren ein­schlägige Aktio­nen durchge­führt haben. Die Angeklagten, die schon wegen unter­schiedlich­er Delik­te vorbe­straft sind, beze­ich­neten sich vor Gericht selb­st als „Gesin­nungs­fre­unde“.

Die Urteile fie­len daher auch deut­lich aus: 30 Monate unbe­d­ingt für den „Anführer“ und teilbe­d­ingte Haft­strafen für die restlichen drei. Die Angeklagten selb­st nah­men die Urteile an, die Staat­san­waltschaft hat sich noch Bedenkzeit genommen.

kaernten.orf.at — Prozess wegen NS-Wiederbetätigung