Der Breivik aus Traun (Teil 2)

Dem „Fal­ter“ ist es nicht hoch genug anzurech­nen, dass er den Mor­den und dem Selb­st­mord des Johann Neumüller aus Traun nachging und recher­chierte. Unter dem Titel „Der Breivik aus Traun“ haben wir vor einem Monat über den selt­samen Atten­täter hier berichtet.

Der „Fal­ter“ titelt die Geschichte über Johann Neumüller in sein­er jüng­sten Aus­gabe eben­falls mit „Der Breivik aus Traun“. Dass trotz aus­führlich­er Recherche, bei der auch die Fam­i­lie des Mor­dopfers zu Wort kommt, manche Umstände unbes­timmt bleiben, ist nicht die Schuld des „Fal­ter“. Ganz im Gegen­teil! Der „Fal­ter“ fördert zu Tage, dass der Selb­st­mord des Atten­täters angekündigt war, aber von der Jus­tizbe­hörde ignori­ert wurde.

Der Suizid ver­hin­derte auch eine gerichtliche Klärung der Frage, ob und wie Johann Neumüller schon vorher den Behör­den „aufge­fall­en“ ist. Der „Fal­ter“ berichtet, dass Neumüller zwar im Jahr 2001 nach ein­er tätlichen Auseinan­der­set­zung mit sein­er Lebens­ge­fährtin seinen Waf­fenbe­sitzschein abgeben musste, sein Kleinkalibergewehr aber behal­ten durfte: „Eine tödliche Geset­zes­lücke.“ (Fal­ter 49/11)

Und dann wird auch die Aus­sage eines hochrang­gien Polizis­ten wiedergegeben: „Neumüller hat in recht­en Kreisen verkehrt. Allerd­ings noch nicht in einem strafrecht­srel­e­van­ten Bere­ich.“ Da hät­ten wir gerne mehr erfahren, aber für die Behör­den ist der Fall Neumüller nach seinem Selb­st­mord abgeschlossen.

➡️ Fal­ter: Breivik aus Traun
➡️ Der Breivik aus Traun (Teil 1)