Vatikan: Unterstützung für Holocaust-Leugner Varela?

Der spanis­che Holo­caust-Leugn­er und Faschist Pedro Varela erhielt eine Sol­i­dar­ität­sadresse des Apos­tolis­chen Nun­tius Ren­zo Frati­ni, in dem dieser ver­sicherte, dass die Nun­tiatur „gegenüber den Behör­den ihr Inter­esse an diesem empfind­lichen Fall gezeigt“ habe und „der Heilige Vater ihn [Varela, Anmk. SdR] in seine Gebete ein­schließen werde“.

Die „Süd­deutsche Zeitung“ berichtet über die unglaubliche Ent­gleisung des Vatikans bzw. der Nun­tiatur, die von deren Sprech­er als „wenig glück­lich“ und „missver­ständlich“ beze­ich­net wurde.

Pedro Varela war 1998 als erster Spanier wegen Holo­caust-Leug­nung verurteilt wor­den. 2010 wan­derte er zum zweit­en Mal hin­ter Git­ter, was die Nun­tiatur zu ihrem Schreiben ver­an­lasst hat­te. Varela, Ini­tia­tor des inter­na­tionalen Nazi-Net­zw­erks CEDADE, hat auch Öster­re­ich-Con­nec­tions. Es ist zwar schon einige Jahre her, aber im Jahr 1991 war er Ref­er­ent bei der AfP-Akademie und lobte damals Hitler als „zweit­en Erlös­er der Men­schheit“. Als er 1992 in Kärn­ten bei der von Otto Scrinzi geleit­eten „Gästewoche“ des Öster­re­ichis­chen Kul­tur­w­erkes teil­nahm, wurde er ver­haftet und vor Gericht gestellt. Beim darauf fol­gen­den Prozess wurde Varela freige­sprochen, weil er sich nach Mei­n­ung der Geschwore­nen der Straf­barkeit sein­er Aus­sagen nicht bewusst gewe­sen sei.

Die spanis­che Jus­tiz sah das wenige Jahre später anders und verurteilte Varela im Jahr 2010 zum zweit­en Mal, was offen­sichtlich den Vatikan bzw. die Nun­tiatur zu der skan­dalösen Sol­i­dar­ität­sadresse ver­an­lasst hat. Von ein­er Unter­stützung Vare­las will die Nun­tiatur nichts mehr wis­sen und Inter­ven­tio­nen zu seinen Gun­sten habe es auch nicht gegeben. Aber warum gab es dann das Schreiben?