Hallein (Sbg): Handgranate und Nazikram

Im Okto­ber 2010 tauchte ein betrunk­en­er Hallein­er (54) mit ein­er schar­fen Eier­hand­granate am Polizeiposten auf, um sie dort „abzugeben“. Dem dien­sttuen­den Beamten jagte er damit – unbe­ab­sichtigt? – einen gehöri­gen Schreck­en ein. Jet­zt wurde der Hallein­er wegen ver­bote­nen Waf­fenbe­sitz zu sechs Monat­en bed­ingter Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im August 2010 wurde bei dem Mann eine Haus­durch­suchung wegen des Ver­dacht­es der NS-Wieder­betä­ti­gung durchge­führt, weil er in ein­schlägi­gen Samm­lerkreisen für seine Vor­liebe für Nazi-Waf­fen und ‑Orden bekan­nt war. Die Ermit­tlun­gen nach dem NS-Ver­bots­ge­setz wur­den allerd­ings eingestellt. Sechs Wochen nach der Razz­ia tauchte er mit der schar­fen Hand­granate bei der Polizei auf, um zu erk­lären, dass sie ver­mut­lich von den Mietern in seinem Haus ver­steckt wor­den sei. Vor Gericht kam eine andere Ver­sion zur Sprache. Danach hat­te der Mann die Hand­granate in der Slowakei erwor­ben und ille­gal einge­führt. Die Erk­lärung des Angeklagten: „Die ist mir in der Slowakei ins Auto gerollt.“ (Quellen: Kro­ne Szbg und SN, 26.7.2011)