Efraim Zuroff zum Tod des NS-Verbrechers Milivoj Ašner

Ein lesenswerter Artikel auf der „Jüdischen“ und auch auf derstandard.at zum Tod des NS-Verbrechers Milivoj Ašner und die Kritik vom Leiter des Simon-Wiesenthal-Zentrum, Dr. Efraim Zuroff, an Österreichs Umgang mit NS-Kriegsverbrechern. Passend zu der Diskussion um „Nestbeschmutzung“ wegen der Ehrenbürgerschaften der Nazis: Österreich darf nicht Ungarn werden!

Der Artikel auf „die jüdische“:

Dr. Efraim Zuroff, Nazijäger des Simon Wiesenthal Centers, zum Tod des kroatischen NS-Verbrechers Milivoj Ašner in Österreich

Wiesenthal Center Los Angeles

„Der Tod von Milivoj Ašner in Österreich ist eine weitere Justizposse, die erneut das totale Versagen Österreichs bei der Strafverfolgung von NS-Verbrechern belegt. Seit über 30 Jahren versäumen es die österreichischen Behörden, vernünftig mit dem Thema NS-Verbrecher umzugehen. So ist auch Asner unbestraft davongekommen“.

„Ašner’s Rolle bei der Ermordung von Hunderten Serben, Juden und Roma in Požega, Kroatien, als lokaler Ustasha-Polizeichef lag klar auf der Hand“.

„Kroatien verlangte 2005 seine Auslieferung, aber Ašner konnte der Gerechtigkeit entkommen, weil Österreich seinen Fall schlampig behandelt hat. Anstatt alles Mögliche zu tun, um ihn zur Verantwortung zu ziehen, erlaubte man es wohlwollenden Ärzten, ihn für Verhandlungsunfähig zu erklären, obwohl er zahlreiche Medieninterviews gab, in den er seine NS-Vergangenheit lebhaft beschrieben hat“.

„Bei dieser Gelegenheit muss darauf hingewiesen werden, dass es bei der Strafverfolgung von NS-Tätern ganz entscheidend auf den politischen Willen ankommt. Länder, die es damit ernst meinen, sollten sich beeilen, bevor es zu spät ist“.

die jüdische“ 20.06.2011 19:20