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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Strache und sein beschmutztes Nest

Die Sache war ganz anders geplant: Heinz-Chris­ti­an Stra­che und Mari­ne Le Pen, die Front­la­dy des Front Natio­nal, woll­ten in Straß­burg über eine Pres­se­kon­fe­renz bei der Frak­ti­on „Euro­pa der Frei­heit und Demo­kra­tie“ im EU-Par­la­ment anklop­fen, ob nicht doch ein Platz für die bei­den rechts­extre­men Schmud­del­par­tei­en frei wäre.

9. Juni 2011

Dann wäre eigent­lich noch die neu­er­li­che Ankün­di­gung der nach dem streng gehei­men Tref­fen in Ita­li­en von Stra­che ange­kün­dig­ten Anti-Asyl-Initia­ti­ve ange­stan­den. Der taser­ge­prüf­te Gene­ral­se­kre­tär Vilims­ky und der außen­po­li­ti­sche Spre­cher der FPÖ im Natio­nal­rat, Johan­nes Hüb­ner, waren als Assis­tenz­dienst­leis­ter bei der Pres­se­kon­fe­renz anwe­send, konn­ten aber die Eska­la­ti­on nicht ver­hin­dern, son­dern tru­gen im Gegen­teil zu ihr bei.

Als der ORF-Kor­re­spon­dent in Brüs­sel, Rai­mund Löw, an Mari­ne Le Pen eine Fra­ge zum Abstim­mungs­ver­hal­ten von FPÖ-Poli­ti­kern zur Aberken­nung der Ehren­bür­ger­schaft für Hit­ler stell­te, platz­te den Assis­tenz­dienst­leis­tern und Stra­che der Kra­gen. Stra­che bewer­te­te die Fra­ge als „Nest­be­schmut­zung“, Hüb­ner fand sie „unglaub­lich“ und Taser-Vilims­ky rumor­te im Hin­ter­grund. Ergeb­nis: Die Pres­se­kon­fe­renz war von sehr kur­zer Dau­er. „Eklat im EU-Par­la­ment“, mel­de­te die APA lako­nisch. Der „Stan­dard“ hat die wesent­li­chen Pas­sa­gen gut doku­men­tiert, den außen­po­li­ti­schen Spre­cher Hüb­ner aller­dings zum Gemein­de­rat degradiert.

Der ziem­lich plum­pe Ver­such Stra­ches, einer­seits zu beto­nen, dass die Ehren­bür­ger­schaft Hit­lers mit des­sen Tod ohne­hin erlo­schen sei, ande­rer­seits die FPÖ als die­je­ni­ge Par­tei dar­zu­stel­len, die „uner­müd­lich“ Anträ­ge ein­ge­bracht habe, um fest­stel­len zu las­sen, dass Hit­ler kein Ehren­bür­ger sei, dürf­te im Eklat unter­ge­gan­gen sein.

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