Pinkafeld (Bgld): Zoff nach NS-Parolen

Das Mar­tinifest in Pinkafeld brachte für einige der Beteiligten ein Nach­spiel vor Gericht. Einige junge Män­ner haben NS-Parolen gegrölt, zwei von ihnen wur­den deswe­gen nach dem Ver­bots­ge­setz angezeigt und fassten Geld­strafen aus.

„Rauschig waren wir und dumm“, ver­ant­wortete sich ein­er der Betrof­fe­nen. Eine Erken­nt­nis, die so manch andere Nazi-Gröler nur über den Grad ihrer Alko­holisierung haben. Die NS-Parolen in Pinkafeld hat­ten aber auch noch andere Fol­gen. Ein 19-Jähriger fühlte sich dadurch so provoziert, dass er auf die Grölen­den los­ging: „Ich war betrunk­en“, recht­fer­tigte auch er sich vor dem Gericht in Eisen­stadt, das ihn vor ein­er Woche deshalb zu ein­er Geld­strafe und vier Monat­en Haft auf Bewährung verurteilte: Er war schon wegen Kör­per­ver­let­zung vorbestraft.

(Bur­gen­ländis­che Volk­szeitung, 20.4.2011)