Feldkirch / Bludenz : 8 Monate bedingt

Mit einem Schuld­spruch endete der Geschwore­nen­prozess am Mittwoch, 26.1.2011 wegen NS- Wieder­betä­ti­gung in Feld­kirch gegen den jun­gen Blu­den­z­er, der mit recht­sex­tremen Post­ings und Hak­enkreuz-Tat­toos auf seine neon­azis­tis­che Gesin­nung aufmerk­sam gemacht hat­te: 8 Monate Haft auf Bewährung und 1.080 Euro unbe­d­ingte Geld­strafe waren die Kon­se­quenz. Das Urteil ist rechtskräftig.

Im Prozess selb­st zeigte sich der 19-Jährige ein­sichtig: seine Tätowierun­gen habe er ent­fer­nen bzw. über­stechen lassen. Kri­tisch wurde es ihn dann noch ein­mal, als ein Zeuge aus­sagte, dass der Angeklagte auch nach dem Tatzeitraum und der Anzeige noch weit­ere recht­sex­treme Post­ings ins Inter­net stellte. „Das ent­täuscht mich“, so der Staatsanwalt.

Mit dem Urteil set­zen Geschworene und Jus­tiz die in den let­zten Monat­en beobacht­bare Ten­denz fort, auch bei ver­gle­ich­sweise ein­fachen For­men der NS-Wieder­betä­ti­gung (Tat­toos, Post­ings) ziem­lich kon­se­quent Schuld­sprüche zu fällen. 

Quelle: Vorarl­berg­er Nachricht­en — Wieder­betä­ti­gung: 19- Jähriger schuldig gesprochen