Bludenz (Vlbg): Hakenkreuz auf Facebook

Rund 2 Monate waren die Einträge, die ein 19-jähriger Bludenzer auf Facebook angelegt hat, sichtbar, dann wurde die Seite von Facebook wegen fremdenfeindlicher Äußerungen gelöscht.

Auf den arbeitslosen Bludenzer wartet jetzt ein Geschworenenprozess nach dem Verbotsgesetz (§ 3g) , sollte die soeben fertiggestellte Anklage der Staatsanwaltschaft Feldkirch rechtskräftig werden. Er hatte auf Facebook Bilder veröffentlicht, die ihn mit germanischen Runenzeichen ( „Sieg Heil“) und mit einer Hakenkreuz-Tätowierung zeigen. Auch antisemitische Texte (Juden seien nicht zu dulden, weil sie Gegner von Christus waren) waren auf dem Facebook-Konto zu lesen.

Die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ (2.12.2010), die über die Anklage berichtet, schreibt, dass es sich um die erste Verbotsgesetz-Anklage in Feldkirch seit langem handle und verweist darauf, dass bei dem Mordprozess wegen des ermordeten Naziskins im Juni 2010 noch etliche Zuschauer mit Hakenkreuz-Tätowierungen ungestraft mit Hakenkreuz-Tätowierungen aufgetaucht waren.

(Neue Vorarlberger Tageszeitung, 2.12.2010)