Eisenstadt: Diversion für fünf jugendliche Neonazis

Sehr unterschiedlich fiel die Verantwortung der angeklagten Neonazis im Eisenstädter Wiederbetätigungsprozess am ersten Tag aus. Während der Verteidiger eines jetzt 19-jährigen angab, sein Mandant habe damals unter Einfluss der falschen Freunde bzw. von Alkohol gehandelt, wies der Anwalt des 32-jährigen, der in Nickelsdorf die Hand gehoben und gebrüllt haben soll, für diesen jede Schuld zurück. Der Antrag des Anwalts, die Öffentlichkeit auszuschließen, wurde abgewiesen.

Der Anwalt eines 22-jährigen Wieners versuchte die Tattoos seines Mandanten zu interpretieren: „Nicht jeder, der einen Anker tätowiert hat, ist auch ein Matrose.“ Bei der schwarzen Sonne, die sein Mandant als Tattoo trägt, handle es sich um ein „keltisches Symbol“ und bei der Zahl „88“ um eine Fan-Kodierung von Rapid Wien.

Für fünf -zum Tatzeitpunkt – Jugendliche ging der Prozess bereits am ersten Tag zu Ende. Der Antrag der Verteidiger auf Diversion wurde angenommen und die Jugendlichen zu gemeinnütziger Arbeit zwischen 70 und 100 Stunden verpflichtet. (Quelle: APA)

Siehe auch: diepresse.at – Neonazis müssen gemeinnützige Arbeit leisten