Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Das Kurz-Stück von der Willkommenskultur

Dass Sebastian Kurz, Spitzenkandidat der ÖVP, in der Vergangenheit eine bessere Willkommenskultur für Flüchtlinge und MigrantInnen gefordert und sich später dann davon distanziert hat, ist sogar dem FPÖ-Strache aufgefallen. Dass Kurz die „Willkommenskultur“ in die politische Debatte eingeführt hat, um sie und die politischen Konkurrenten später damit zu denunzieren, ist ein Lehrstück schwarzer bzw. türkiser politischer Kommunikation.

25. Sep. 2017

Sebastian Kurz hat den Begriff der „Willkommenskultur“ nicht erfunden. In Deutschland kursiert er schon seit 2008 in der politischen Debatte – als Forderung der Wirtschaft und wirtschaftsnaher politischer Kreise. In Österreich wurden der Begriff und die Forderung nach einer „Willkommenskultur“ daher nicht zufällig von der Wirtschaftskammer und ihren ExponentInnen übernommen. Das war 2011 – vorher wurde der Begriff in Österreich faktisch nicht verwendet (siehe die APA-OTS-Suche).

Der 2011 als Integrationsstaatssekretär angelobte Sebastian Kurz griff den neuen Begriff und die Forderung dankbar auf und war seit 2012 als Wanderprediger in Sachen Willkommenskultur unterwegs (auch das ist über eine APA-OTS-Suche gut nachvollziehbar).

2015, als der Begriff der „Willkommenskultur“ von der Forschungsstelle Österreichisches Deutsch zum Wort des Jahres ausgelobt wurde, verabschiedete sich Kurz davon, indem er verstummte. Die Forderung nach einer besseren Willkommenskultur kam dem, der sie in die politische Debatte eingeführt hatte, nicht mehr über die Lippen. Ende 2015 durfte dann Gernot Blümel, der Scharfmacher der ÖVP, vor „überzogener (sic!) Willkommenskultur-Phantasien“ warnen und den Boden aufbereiten für die Wende.

Spätestens ab 2016 wird Kurz dann sehr deutlich. In einem Interview mit der deutschen „Welt“ (13.1.2016) geißelt er nach den sexuellen Übergriffen von Köln die Rhetorik der Willkommenskultur und inszeniert sich als einen der Warner vor dieser.

Die Welt: „Besiegelt diese Gewalt das Ende der Willkommenskultur?“

Kurz: „Auch wenn das jetzt hart klingt, aber ich habe bei diesen enormen Menschenmassen, die nun zu uns kommen, mit Spannungen, Übergriffen und gewalttätigen Auseinandersetzungen gerechnet“.

In einem Streitgespräch mit Eva Glawischnig im „Kurier“(12.6.2016) geht er noch einen Schritt weiter und macht die damalige Parteichefin der Grünen direkt verantwortlich für die „Willkommenskultur“:

„Was Sie mit Ihrer Willkommenskultur im Vorjahr ausgelöst haben, hat uns massive zusätzliche Kosten bei der Flüchtlingsbetreuung und Unterbringung gebracht“.

Der drastische Positionswechsel des Sebastian Kurz blieb nicht unbemerkt. Sybille Hamann beschrieb ihn sehr präzise in einem Kommentar für die „Presse“ (28.12.2016):

„….Zwei Jahre ist es erst her, dass er sich ausdrücklich „mehr Willkommenskultur“ in Österreich gewünscht hat. Kurz ernannte erfolgreiche Einwanderer zu „Integrationsbotschaftern“, tourte mit ihnen durchs Land und forderte von uns Bürgern, offener und wertschätzender auf jene Einwanderer zuzugehen, die sich bei uns eine neue Existenz aufbauen wollen. „Wir haben zu wenig Willkommenskultur“, formulierte er in mehreren großen Interviews, samt der ausdrücklichen Einladung: Er freue sich über „jeden, der sich entschließt, Österreicher zu werden“.

ÖVP hängt Kern den Willkommens-Kanzler um

Dann kam 2016, der Wunsch ging in Erfüllung, es kamen sehr viele, und Kurz wollte plötzlich nicht mehr daran erinnert werden, sich „Willkommenskultur“ gewünscht zu haben. Das Wort mutierte, mit seiner tatkräftigen Mithilfe, über Nacht zum Schimpfwort. Bürger, die offen auf Einwanderer zugehen, mutierten über Nacht zu „naiven Gutmenschen“, an der „schädlichen Einladungspolitik“ war plötzlich allein Angela Merkel schuld“.

Im „Rot-Grün-Manifest“, das die ÖVP kurz vor der Inthronisierung von Kurz als Spitzenkandidat an ihre Funktionäre verteilt, dann der krönende Abschluss: Bundeskanzler Kern wird als „Willkommenskultur-Kanzler“ tituliert. Sebastian Kurz hat die von ihm adaptierte „Willkommenskultur“ weggelegt und erfolgreich anderen umgehängt, die er dafür auch noch beschimpft.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Österreich | ÖVP | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Wien

Beitragsnavigation

« Mélange KW 38/17
„fida“ – Recherchereihe zu Antifeminismus von rechts: Mädelschaften »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter