Linz: „OÖN“ gegen hetzende Poster

Wie oft hat Stra­che nicht schon angekündigt, Het­ze und Wieder­betä­ti­gung durch UserIn­nen sein­er Face­book-Seite anzuzeigen ? Und wie oft ist das passiert? Eben. Insofern war auch Skep­sis ange­bracht, als die „Oberöster­re­ichis­chen Nachricht­en“ im Vor­jahr ankündigten, zukün­ftig schär­fer gegen Het­ze in ihrem Leser­fo­rum vorge­hen zu wollen. Jet­zt gibt es die ersten strafrechtlichen Verurteilungen.

Von den bei­den durch die OÖN angezeigten Het­zern wird lei­der nur der Pen­sion­ist aus dem Salzkam­mergut etwas näher beschrieben. Der zweite, ein Kärnt­ner, ist schon im Feb­ru­ar zu ein­er bed­ingten Haft­strafe von sechs Monat­en verurteilt wor­den. Der Pen­sion­ist aus dem Salzkam­mergut musste sich wegen ins­ge­samt fünf Post­ings zu Beiträ­gen der OÖN ver­ant­worten. Den türkischen Präsi­den­ten Erdo­gan hat­te er als „Abschaum“ und Türken generell als „seine nicht­snutzi­gen Land­sleute“ beschimpft. Den OÖN-Bericht über einen 16-Jähri­gen, der am Linz­er Haupt­bahn­hof mit Dro­gen erwis­cht wor­den ist, hat­te er so kom­men­tiert: „Es wird an der Zeit, dass die Bewohn­er dort zur Selb­sthil­fe greifen und dem Gesin­del Ein­heizen (sic!), und das im wörtlichen Sinn.” (OÖN)

Das Urteil für den het­zen­den Pen­sion­is­ten: sechs Monate bed­ingt und eine unbe­d­ingte Geld­strafe von 180 Tagsätzen zu je zehn Euro. Der Anwalt der OÖN ist mit sein­er Arbeit vor­sichtig zufrieden: „Der all­ge­meine Umgangston im Diskus­sion­fo­rum der OÖ-Nachricht­en ist spür­bar bess­er gewor­den“ (OÖN).