Innsbruck: Kein Rassist, sondern „reinrassiger Blödsinn“!

Im Prozess gegen den 49-jähri­gen Unter­län­der vor dem Lan­des­gericht Inns­bruck kon­nte nicht gek­lärt wer­den, was einen wie ihn dazu bringt, sich auf seinem Face­book-Pro­fil öffentlich dafür auszus­prechen, dass man dem ‚Kameltreiber­pack‘ Hände und Geschlecht­steile abschnei­den und sie dann über dem Urwald abw­er­fen soll. Es waren unfass­bare Hass-Orgien, für die er sich am Mittwoch, 25. Jän­ner 2017 wegen der Para­graphen 282 und 283 StGB ver­ant­worten musste.

Der Angeklagte bekan­nte sich schuldig im Sinn der Anklage, die ihm nicht nur Ver­het­zung (§ 283 StGB), son­dern auch Auf­forderung zu mit Strafe bedro­ht­en Hand­lun­gen (§ 282 StGB) vorwarf:

„Auch wenn das nun furcht­bar aussieht, ich bin kein Ras­sist oder Reli­gion­shas­s­er. Frau Rat, es war ein rein­ras­siger Blödsinn!” (Tirol­er Tageszeitung, 26.1.2017).

Er habe immer nur Ver­brech­er gemeint, nie ganze Volks­grup­pen oder Reli­gion­s­ge­mein­schaften. Im Sport betreue er seit jeher gerne Migra­tionskinder. „Ja, aber ihre Post­ings klin­gen ganz anders“ (Kro­ne Tirol 26.1.2017), kon­terte ihm die Rich­terin, ver­hängte dann aber eine über­raschend milde Strafe, die sich auf 1200 Euro oder ersatzweise 5 Monate Haft beläuft. Vielle­icht, weil der Angeklagte auch angekündigt hat, sich aus Face­book zurück­zuziehen. Das Urteil ist noch nicht recht­skräftig, obwohl es der Angeklagte sofort angenom­men hat.